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Alles was so hängen bleibt

Jägerschnitzel im Ausbildungsrestaurant

Intro: Jägerschnitzel im Ausbildungsrestaurant, ist gar nicht so schlecht. Bis jetzt zweimal in Abständen von 7 Monaten besucht mit unterschiedlichem Ergebnis – das letzte Mal besser als das davor und das wird hier beschrieben.

Die Lage des Bistros ist etwas versteckt, ich glaube nur wer zufällig drüberstolpert oder es kennt, geht hier hin. Sehr unscheinbar von außen und dass man hier was zu Essen bekommt, sieht man auch nicht auf dem ersten Blick. Wenn man etwas mehr auf sich aufmerksam macht, könnte das den Verkauf von Mittagessen befördern. Es gibt einen wöchentlichen Speiseplan dort findet man auch die Wochengerichte unter dem sich manchmal das Jägerschnitzel versteckt.

Dem entsprechend ist das kleine Bistro recht leer, zumindest die paarmal die ich bisher da war. Prinzipiell ist es vom Interieur und dem Einrichtungsgeschmack recht nüchtern und gewöhnungsbedürftig aber man ist ja schnell wieder draußen. Der Service ist nett und freundlich – da kann man nicht meckern.

Essen kann man hier ganz gut

Essen im Allgemeinen ist aus meiner Sicht immer recht gut, es werden augenscheinlich frische Zutaten verwendet und Schnippeln wird wohl auch gar nicht so klein geschrieben. Was in die Soßen kommt ist jedenfalls durchweg sichtbar, also in kleingeschnippelten Bestandteilen wie Zwiebeln, Möhren, Paprika usw. aus der Tüte kommt sowas glaube ich nicht. Da der Preis für ein Mittagessen recht günstig ist, dürfte das bei den Fleischbeilagen dann – wie wohl überall – die optimierte Variante aus dem Großmarkt sein.

Das Jägerschnitzel macht einen guten Eindruck. Groß, dick, gut gebraten liegt es auf meinem Teller. Die Soße schön rot und von guter Konsistenz – Zwiebelschnitzel und Tomatenfruchtfleisch lassen erahnen, dass sie teilweise handgemacht ist. Gräbt man tiefer merkt man, dass auch nicht zu viel Flüssigkeit verwendet wurde, eine „wässrige“ Pfütze auf dem Tellerboden ist nicht erkennbar.

Soweit so gut.

Die Wurstscheibe hat wie gesagt die besten Voraussetzungen eine hohe Bewertung zu bekommen. Größe und Dicke gut bemessen – ein anderes Mal bekam ich zwei kleine Wurstscheiben, was auch ok war. Die gut angebratene Panade verhieß eine leichte Knusprigkeit, welche sich dann aber leider nicht einstellte. Die Scheibe war natürlich vorgebraten und da hat die Panade im Wärmebehälter wohl etwas Flüssigkeit gezogen, so dass der Gesamteindruck ein paar Abzüge bekommen musste.

Trotzdem eine runde Sache – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Pasta, das ist mir beim Mal davor auch schon aufgefallen, war mir eine Spur zu bissfest, dafür klebten Sie nicht und kamen als Spirelli und von der Temperatur genauso wie ich es erwarten würden.

Jaegerschnitzel FZG 28.06.2018Jaegerschnitzel FZG 02.11.2017

 

Die Soße, wie bereits erwähnt, macht einen guten Eindruck, die Bestandteile kann man teilweise erkennen, die Struktur und Konsistenz wie handgemacht – hier wird sich Mühe gegeben. Geschmacklich sehr korrekt, fruchtig nicht zu süß und im Abgang etwas scharf – brennt leicht nach. Kleine Anmerkung hier: man sieht es auf dem Bild, das Mal davor war die Soße nicht so gelungen – jetzt aber Top!

Daumen nach oben

Zusammenfassend kann ich die Wurstscheibe gerne empfehlen. Für 3,90€ absoluter Preisschlager man wird satt und geschmeckt hat es auch.

Jägerschnitzel in der Fleischerei Materne

Intro: Fleischerei Materne mit Imbissangebot macht eine ordentliche panierte Wurstscheibe mit Spirelli und Tomatensoße. Eine Lokalität von wenigen in Leipzig die das Gericht gut hinbekommen.

Fleischerei Materne ist nicht der klassische Mittagsspot aber ab Dienstags kann man jeden Tag der Woche zwischen zwei Mittagsgerichten wählen. Die große Fleischtheke füllt den Raum aus und wenn viele Kunden vor Ort sind, hat man wenig Platz an den paar Stehtischen.

Wie fast überall, bei recht guten Mittagessenanbietern, ist auch hier immer um den HighNoon viel los, es empfiehlt sich deswegen immer etwas später zu gehen. Freitags kommt es dazu noch, dass viele sich für das Wochenende mit Fleisch eindecken, so dass es schon mal passieren kann und man etwas länger auf das Essen warten muss.

Freitags ein Jägerschnitzel

Das Jägerschnitzel gibt es eigentlich immer nur Freitags in regelmäßigen Abständen, man muss sich aber schon die Wochen raussuchen an denen es dann auch gibt. Hier hilft die Webseite mit einer etwas komplizierten Übersicht, die ein PDF-Download nach Kalenderwochen bereithält. Frage nebenbei: Wer kennt die aktuelle Kalenderwoche?

Hat man den Tag erwischt und das Gericht vor sich stehen, lohnt es sich. Die Schnitzel sind im Mittel recht groß, die Panade durchaus ok, kurz vor der Labbrigkeitsgrenze aber hier und da knusprig, schön angebraten. Die Jagdwurst schmeckt. Die Nudel dümpeln nicht bereits ewig im Topf rum, kleben nicht und sind nicht hart – klassische Spirelli wie sie sein sollten. Beim Käse ist man bei der Ausgabe immer etwas großzügig – die Nudel nebst Soße verschwinden darunter – geschmacklich ist er eher neutral.

15.06.18 - Jägerschnitzel Fleischerei Materne Leipzig18.08.2017 - Jägerschnitzel Fleischerei Materne Leipzig16.07.2017 - Jägerschnitzel Fleischerei Materne Leipzig

 

Gute Wurstscheibe – fast die Beste

Apropos Soße, optisch macht die einiges her – farblich gut getroffen, Struktur und Konsistenz der Dicklichkeit überdurchschnittlich. Geschmacklich muss man allerdings vor der Süße warnen, die etwas übers Ziel hinausschießt aber dem Gesamteindruck des Gerichtes nicht viel Negativpunkte beschert – aber leider deswegen und der nicht ganz perfekten Panade eben nicht die Nummer eins in Leipzig ist.

Alles in Allem hat man für seine 4,50 ein schnell serviertes Gericht auf dem Stehtisch, dass man gut und gerne empfehlen kann und wenn einem nichts anderes – weitaus Besseres – alle paar Wochen Freitags über den Weg läuft – dort Einchecken und schmecken lassen.