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Jägerschnitzel in der Kantine der Stadtwerke

Wann es bei der Kantine Leipzig das Jägerschnitzel gibt ist nie wirklich klar, ist aber auch nicht schlimm es nicht zu wissen.

Die Kantine der Stadtwerke ist wenig bekannt da sie nicht öffentlich beworben wird und man als externer Gast erst ab 12:30 Uhr dort essen darf. Leider gibt es auch keinen Online-Plan, d.h. man geht auf gut Glück und muss dazu noch weiteres Glück haben, dass die Gerichte noch nicht aus sind. Das Lokal befindet sich am Anfang der Pfaffendorfer und man kommt über das Tor rein und dann gleich Links durch die Glastür.

Wenn man regelmäßig geht bekommt man gut mit, wann es das Jägerschnitzel gibt.

die bessere Kantine

Die Kantine an sich ist recht nett, schön eingerichtet meist nicht so voll, im Sommer Klimaanlage und das Essen ist im Vergleich zu anderem Kantinenessen ganz gut. An der Ausgabe herrscht ein etwas rauer Ton – vllt. nur gegenüber den Normalos? Ich weiß es nicht. Es sollten einen trotzdem nicht abschrecken sein Glück zu versuchen.

Keine guten Noten für das Schnitzel

Das Jägerschnitzel kommt klassisch in Pasta-Soßen-Wurstscheibe-Kombination, hier in der Penne Version. Sieht erstmal nicht schlecht aus.
Die Wurstscheibe ist gut groß allerdings etwas dünn und die Kruste etwas zu labbrig. Geschmacklich tritt die Panade nicht hervor die Scheibe auch nicht – im Gesamteindruck also eher mickriges Mittelfeld.

Jägerschnitze Stadtwerker Leipzig

Die Pasta steht dem Fleischteil nichts nach, geschmacklich noch ok aber die Konsistenz und die Temperatur sind dann doch recht mäßig.
Die Soße sieht auch nicht besser aus, optisch schon nicht so toll anzusehen, die Süße aber ziemlich ok wobei die Fruchtigkeit dann eher wieder nicht mehr so gut sind. Im Abgang hat die Soße allerdings einen unangenehm scharfen Abgang.

Käse gab’s nicht dazu.

Möp!

Der Preis spiegelt die Qualität – schon als Externer sind nur 4€ zu berappen – ein Besuch für die Wurstscheibe kann ich nicht empfehlen zum Glück gibt’s ja auch andere Gerichte.

 

Jägerschnitzel in der Foodlounge

Intro: Foodlounge im Listbogen, viel los und immer gutes Essen. Wenig lounge-isch. Das Jägerschnitzel kann sich sehen lassen.

Die Foodlounge befindet sich im Innenhof des Listbogens. Man merkt, dass hier einige Büros in der Umgebung sind, ein emsiges Kommen und Gehen gerade in der Mittagszeit ist auffällig. Entsprechend ist die Foodlounge gut besucht. Im Gegensatz der vorherigen Bewirtschaftung scheint der Laden besser angenommen zu werden, was zumindest oberflächlich nach einem guten Essensangebot aussieht.

Praktischer Weise kann man das Essen des Tages über die Webseite auskundschaften und was man dort sieht klingt nach einem recht guten Angebot. Bevor ich zur Wurstscheibe komme war ich schon mehrmals da und immer recht angetan von der Umsetzung und Anrichtung der Gerichte – macht viel Hoffnung auf die Version des Jägerschnitzels.

Doppelte Scheibe doppeltes Glück

Die Jagdwurstscheibe der Foodlounge kommt in einer doppelten Version auf bunten Spirellis mit einem kleinen Salat. Das Geschirr trägt zu einem sehr guten Gesamteindruck bei. Soweit so gut. Bevor ich die Wurstscheibe auf dem Teller habe muss ich allerdings noch die Schlange vor der Essensausgabe überstehen. Das geht solala zügig wobei man bei dem Andrang immer denkt, können die da hinterm Tresen nicht zwei Leute stellen die das Essen ausgeben? – damit das effizienter ist und zu den Stoßzeiten die Leute zügig durchgeschleift werden – nun gut, macht bestimmt auch so alles seinen Sinn.

Im Sommer gibt es einen Freisitz den ich lieber vorziehe  als drinnen zu sitzen.

Die Scheiben sind in einer würzigen knusprigen Panade angerichtet, für meinen Geschmack könnten sie noch etwas dunkler gebraten sein. Größe – da zwei – schon mal gut und von der Dicke ganz normal. Geschmacklich im Gesamtkonzept findet man selten Besseres.

Die bunte Pasta ist etwas ungewöhnlich aber Spirellis sind schon mal gut. Geschmack und Konsistenz gut aber von der Temperatur her sehr unterkühlt.

Die Soße macht die Pasta leider auch nicht warm. Sie sieht gut aus, schmeckt fruchtig, aber kommt mit wenig Süße und sehr wässrig daher. Der Käse wird gut eingesetzt und schmeckt gut.

Jägerschnitzel FoodLounge

Meine Empfehlung

Das Jägerschnitzel in der Foodlounge kann man gutem Gewissens empfehlen, es ist nicht die Beste in Leipzig dafür fehlt es der Soße an Süße und Dicke. Für den Preis kommt es in einer guten Aufmachung. Wem das Wuhling nicht stört, ist bei der Foodlounge gut aufgehoben und macht beim Mittagessen nichts falsch.

Preis 5,80 €

 

 

Wurstscheibe in der Moritzbastei

Intro: Jägerschnitzel der MB – mein heimliche Hoffnung hier die beste Wurstscheibe Leipzigs zu finden erfüllte sich leider nicht.

Mittagessen in der Moritzbastei gehören meiner Meinung nach zu den wenigen Highlights der täglichen kulinarischen Mittagsküche in Leipzig. Die Gerichte sind immer gut anzusehen, haben einen eigenen Touch und zeugen in meinen Augen – immer wenn ich dort esse – von hoher Qualität.

Sehr gutes Mittagessen bedeutet guter Zulauf von Publikum

Dieser Umstand und die zentrale Lage geschuldet ist dann auch der rege Publikumsverkehr – Service um die Mittagszeit würde ich da nicht freiwillig schieben. Als Gast muss man Geduld, Milde und Zeit mitbringen denn um die Mittagsstunde kann man sich schon mal ignoriert, vergessen oder anderweitig vom Service alleine gelassen fühlen – aber wie gesagt ist ja krass viel los zum Mittag und das alles zu jonglieren bedarf guter Motivation, Routine und einer dicken Haut.

Ich, aus meiner Sicht, versuche es dann dahingehend zu optimieren und gehen eher gegen 13:00 Uhr dort essen. Der Nachteil von dieser Uhrzeit, manchmal ist halt das Tagesgericht schon aus. Aus diesem Grund brauchte ich zwei Anläufe um das Jägerschnitzel zu erwischen, ungünstiger Weise erscheint es auf der Karte nur Montags und dann in irgendeinem Rhythmus von acht bis elf Wochen. Ein weiteres Hindernis ist, dass die Online-Mittagskarte Montags ab und zu noch nicht aktualisiert ist.

Jägerschnitzel mit eigenem Touch

Das Jägerschnitzel selbst kommt schön mit kleinem Salattopping auf Makronies (aka Makkaroni) und erstaunlicherweise in drei Wurstscheibenhälften. Das hat mich etwas verwundert da man sonst eher zwei normale Wurstscheiben bekommt – aber hier drei Hälften. Das bedeutet natürlich höheren Panadenanteil und weniger Wurst. So ist es, der Anteil der Panade schlägt ungünstig für die Semmelbrösel aus, die Wurstscheiben dagegen recht dünn, Crossigkeit gut aber der Geschmack nur Durchschnitt.

Jägerschnitzel in der Moritzbastei Leipzig

Die Makkaroni sind nicht die beste Wahl für Wurstscheibe machen hier wie die Scheibe nur eine durchschnittliche Figur. Zur Soße, schön fruchtig, ordentliche Süße und große Tomatenstücke. Die Konsistenz gut aber die Bindung zur Flüssigkeit ist nicht gegeben, die dünne Soße trennt sich von den dicken Anteilen, so dass sich am Tellerboden wässrige Soße absetzt.

Stimmiges Gericht aber…

Im Gesamtkonzept schönes Bild, Material und Umsetzung haben Luft nach oben. Tomatenstücke in der Soße für die Fans von Tomate und im Hinblick auf die Handschrift der MB passend – gefällt mir aber nicht (ok ich mag halt keine frischen Tomaten). Die gestresste Bedienung (Gründe siehe oben) wird vom Ambiente gemildert, so dass man guten Gewissens eine Empfehlung aussprechen kann.

In der Rangfolge der besten Wurstscheiben reit sich das Jägerschnitzel in der MB im unteren oberen Drittel ein. Tatsächlich, mit dem Wissen was die Gastro in der MB kann, hätte ich gedacht, das wird die Beste von Leipzig – so leider nicht.

Preis: 5,90 €

 

Jägerschnitzel auf der Wiese

Jägerschnitzel in einer Feldküche zu essen – meine Erwartungen waren nicht hoch. Der Bericht zum Angebot der Feldküche in Leipzig Rückmarsdorf

Eine kleine Feldküche gibt es in der Nähe wo ich wohne. Wenn ich Homeoffice machen schaue ich manchmal vorbei um zu gucken was es zu essen gibt.

Ab und zu steht hier Jägerschnitzel an der Tafel, so dass es nur eine Frage der Zeit war, dass ich mir irgendwann eine Portion rauslassen würde.

Gute Außenbedingungen sind wichtig

Der Tag war nicht schlecht, nicht kalt nicht nass nicht zu warm, ideale Bedingungen draußen zu essen, denn die Feldküche steht wie der Name schon sagt, irgendwo auf dem Feld bzw. hier an einer Wiese. Es gibt kein Drinnen nur ein Paar überdachte Sitzplätze im Freien.

Eine Gulaschkanone fungiert als Wärmehalter für die verschiedenen Grundzutaten der angebotenen Gerichte. Man kann hier alles essen was eine Feldküche so anbieten kann. Erbseneintopf, Linsen Bratwurst usw. das Angebot wie bei anderen Imbissen dieser Art wohl immer ähnlich.

Jägerschnitzel auf Plastik

Das Jägerschnitzel kommt in einer Plasteschale, dazu Plastikbesteck. Die Wurstscheiben, zwei an der Zahl, türmten sich auf einem Berg Nudel unter einer dicken Schicht roter Soße und etwas Käse.

Der Platz in der Schale ist begrenzt und das essen aus dieser war zu beginn recht mühselig.

Die Wurstscheiben haben eine gute Dicke und die Panade ordentlich, allerdings – wie gesagt – schwammen sie auf der Spitze des Nudelbergs in der Soße, so dass ich wenig Originalfarbe sehen konnte. Die Knusprigkeit litt natürlich durch die Flüssigkeit der Soße. Die Scheiben waren dann mit dem Plastemesser etwas beschwerlich zu schneiden schmeckten nicht schlecht und da es zwei gab war es ordentlich füllend.

Die Soße dick und kräftig rot, geschmacklich etwas herausfordernd. Von Fruchtigkeit habe ich nichts spüren können, dafür eine ziemliche Süße und einen nicht so schönen bitteren Nachgeschmack.

Jägerschnitzel Feldküche Rückmarsdorf

Keine Rettung in Sicht

Die Pasta konnte es auch nicht mehr retten, sie gab sich auch nicht die Mühe – war Fad vom Geschmack und Farbe, die Konsistenz gut aber im Biss irgendwie eigenartig. Naja für wenig investiertes Geld bekommt man halt auch wenig gute Qualität.

In der Zusammenfassung muss man klar von einer Empfehlung Abstand nehmen und im Ranking wird sich das Jägerschnitzel wohl eher im unteren Drittel der Wurstscheiben-Wertung ansiedeln.

Den Erbseneintopf kann man dafür durchaus essen.

Preis des Jägerschnitzels 5,00 €

Jägerschnitzel der Finanzbeamten

Intro: Wenn man ins Finanzamt geht hat man meistens keine gute Vorahnung, ob das beim Jägerschnitzel auch so ist, wird der Besuch in der Kantine im Finanzamt Leipzig zeigen.

Das Finanzamt am Wilhelm-Liebknecht-Platz hat eine öffentliche Kantine, wer mal ein paar Finanzbeamten freier Wildbahn sehen will kann das hier gut tun, wer nur eine Wurstscheibe essen mag kann das hier aber auch.

Ein Blick auf den Speiseplan des Anbieters verrät es ganz gut. Der Plan direkt vom der Kantine ist allerdings nirgends Online zu finden, da hilft der Plan vom Caterer von einem anderen Objekt – der passt so fast immer (mindestens 98%).

Zeitig ist besser?

Da meine Kollegen von der Sorte sind „wir gehen essen, wenn es noch nicht so voll ist und richten uns nicht nach normalen Mittagszeiten“, muss ich – wenn ich da mitgehe – schon recht zeitig los.  Also ist man dann schon kurz nach der Öffnung 11:30 auch am Start. ORRR echt zeitig!!!

Die Lokation ist an sich sehr sehenswert, im ehemaligen Foyer des Gebäudes befindet sich die Kantine im Jugendstil. Da der Raum recht hoch ist und die Einrichtung sehr spartanisch es ist daher sehr laut.

An der Theke geht’s recht schnell, auch wenn mal eine Schlange steht – warten muss man nicht besonders lange. Die Ausgabe schnell und Kantinen-like – ansagen -nehmen – bezahlen und ab zum Tisch.

Wurstscheibendurchschnitt

Die Wurstscheibe macht einen durchschnittlichen Eindruck, in Größe und Dicke fällt sie nicht besonders auf. Die Panade ist recht fest und dick und aus meiner Sicht fehlen hier und da die knusprig kurz vorm anbraten braunen Stellen. Geschmacklich dann aber auch keine Offenbarung.

Die Pasta kommt in recht einfachen Penne-Nudeln die klebrig aneinanderhaften. Mit etwas Butter kann man da eigentlich im Wärmebehälter gegenhalten – aber gut. Temperatur und Wärme fallen nicht ins Gewicht, genauso wenig wie der Geschmack auffällt.

Jaegerschnitzel FA Kantine 20.06.2018Jaegerschnitzel FA Kantine 12.10.2017Jaegerschnitzel FA Kantine 19.04.2018

 

Soße ist in Kantinen immer so eine Sache, ab einem bestimmten Durchsatz der Essen sollte man sich keine Illusionen machen, da arbeitet man echt hart an der Essbarkeitsgrenze die von den Convenience-Produkten gehalten wird. Konsistenz gerade noch vorm überflüssigen Status. Aussehen leicht ins bräunliche driftend mit offensichtlichen Kräuteranteilen die man aber nicht herausschmeckt. Süße ist da, von der Fruchtigkeit eher nichts zu spüren.

Als Empfehlung durchgefallen

Käse kann man dazubuchen +30cent darauf habe ich verzichtet, da ich mir am Geschmacks und Essenserlebnis nichts erhoffte.

In der Zusammenfassung muss man leider sagen, wenn man kein Jägerschnitzelenthusiast ist dann sollte man es lassen.

Preis: 4,20 – 4,50 €