Ramschkasten.de

Alles was so hängen bleibt

Beim Eismann meines Vertrauens…

…gab es heute endlich mal wieder Ananas und dazu der passende Kombiklassiker Vanille, der mir sonst nicht auf die Waffel kommt. Aber mit Ananas ein Gedicht.

Blasse Tapeten mit Blümchenmustern, handgeschriebene Preisschilder auf Pappdeckeln, eine dünne Holzwand mit Furnierfolie, die die Küche abtrennt – der Besitzer nennt sein Mobiliar liebevoll „Brennholz“…

Richtig! Pfeifers Eisdiele kennt ja jeder, ist einfach eine Institution. Schön verschroben dafür lecker und ein Magnet an solch heißen Tagen.
Aber Irgendwie ist mein Bauch-Kopf-Gefühl nicht ganz ausgeglichen, so richtig kann ich die die Fahne von Pfeifers Eisdiele (seit 1953) nicht in den Wind halten. Ein komischer Beigeschmack, natürlich nicht beim Eis, habe ich immer wenn ich dort lecken geh.

Auf der einen Seite schmeckt das Eis lecker, selbstgemacht und völlig neben der Art mit einem großem Löffel serviert. Aber dann – auf der ander Seite -der eigensinnige Humor, Witzig? Lustig? Brabbelig? Sarkastisch? das richtige Adjektiv fällt mir nicht ein. Man weiß nie woran man ist. Bin ich Kunde oder notwendige Beilage? Ist es jetzt Spaß oder doch was anderes? Und dann passieren diese eigenartige Phänomene wenn man drinnen ist. Habt Ihr auch manchmal das Gefühl man geht rein und hat ein Schild um den Hals „Bitte diesem Kunden immer nur das Eis in einer Spitzen Waffel servieren“ Ha! Und das egal wer von den Beiden hinter der Theke steht. Wie geht das? Ich habe noch nie ein Eis in so einem kleinen Waffelbecher oder in der schönen Muschel, die mich an die alten Zeiten erinnert, bekommen. Warum? Liegt es daran daß ich maximal zwei Kugel nehme? Obwohl ich auch schon Menschen gesehen habe die ihre zwei Kugeln oder eben Löffel in einer Muschel nach Draußen tragen durften. Warum nur ich nicht?

Heute hätte es beinahe geklappt, irgendwas war mit dem Vanilleeis anders. Die Waffel (natürlich die Spitze) wurde gezückt, Ananaseis rein und Vanille drüber. Doch dann – schien etwas nicht in Ordnung, es rutschte! Eine Unwucht vielleicht? Jedenfalls wurde eine Muschelhälfte zur Hilfe genommen, ich sah meine Chance gekommen und frohlockte innerlich: „Endlich ein Muschelwaffel!!!“ Und was mußte ich sehen, wurde doch die ganze Eisportion mit der Muschelwaffel zur Seite gelegt. Ich, nett wie ich bin: „Ach das macht gar nichts, ich nehm es trotzdem“ doch kein Pardon. Dieser Kunde darf keine Muschelwaffel bekommen, Basta! Eine Ausrede, wie: „das Vanilleeis ist noch zu hart es muss unten rein“, fegte meine Hoffnung davon und ich bekam ein neue – spitze – Waffel Vanilleeis rein und Ananas drüber – 1,20 – ching – der nächste bitte!

Jedenfalls – ich weiß es nicht was es ist. Ein Innerliches Unbehagen sei es wegen der Waffel oder Angst der jährlichen Preiserhöhung oder das Portionenroulette, ob die Größe des Löffeleis korrekterweise etwa auch der Hitze des Tages entspricht. Woran liegt es? Nur dass eine ist gewiss: Das Eis schmeckt! und nur deswegen komm ich wieder und nehm beim nächsten mal die krasse Mischung von Pfefferminz mit Schokostücken und Joghurt (Wenn es sie denn gibt). Wie geht eure Eisgeschichte?

Pfeifers Eisdiele

Übrigens das Brand Eins Magazin, woraus das Zitat am Anfang ist, war schon im Sommer letzten Jahres bei Pfeifers Eis essen. Hier lang!

Rezept: Eiskalter Bananenshake

Erfrischend und einfach zu machen wenn man einen Mixer hat. Man nehme Bananen (pro Person eine) in den Mixer damit, dazu Milch (Menge und Art nach Geschmack)und der Clou: ein paar (mind. fünf bis sechs Eiswürfel. ordentlich durchmixen und servieren. Lecker und erfrischend! Da Bananen einen sehr starken Eigengeschmack mitbringen brauch man keine weiteren Zutaten. Super einfach!

Wer ein bissel mehr Muse hat zum experimentieren der schaue bei den Seiten der CMA vorbei und probiere doch das Rezept für den Spinat-Curry Smoothie aus. Guten Durst!

Pfirsich-Curry-Pfanne

Ein sehr einfach zubereitendes Gericht hat mittlerweile den Weg auf unsere Speisekarte der alltäglichen Futterrationen gefunden. Die leckere Pfirsich-Curry-Pfanne geht fast so schnell wie Reis mit asiatischem Gemüse.

Also los gehts, wir brauchen für 2-3 Personen:

  • 1 Dose Pfirsiche
  • 1 Dose Kokosnusscreme
  • Hähnchenfleisch (500g-Pack aus Froste von Aldi oder Plus für preisbewusste)
  • 2 Beutel Reis
  • etwas Currypulver, Salz, Pfeffer
  • gelbe Currypaste vom Chinaman
  • etwas Öl, etwas Joghurt

Vom Hähnchenfleisch ca. 2/3 nehmen und auftauen (Mikrowelle oder anders), in Streifen schneiden (Faserrichtung), in die heiße Pfanne mit Öl geben, salzen, pfeffern und Curry-Pulver drüber, scharf anbraten.

Reis nebenbei in Salzwasser mit etwas Zwiebel oder Suppenpulver kochen.

Zu den gebratenen Hähnchenstreifen die Kokosmilch geben, 3-4 Teelöffel von der Curry-Paste dazugeben (wer mehr will – nur zu es wird eh scharf). Einkochen lassen.

Von den Pfirsichen 3-4 Halbe nehmen und in kleine Stücken schneiden, etwas von dem Pfirsichsaft in die Pfanne geben, Stücke dazugeben, köcheln lassen. Kurz vor Schluß bevor der Reis fertig wird 2-3 Esslöffel Joghurt dazu und kurz aufkochen lassen. Fertig. – Reis abgießen und servieren.

Vom restlichen Pfirsich mit Joghurt und Milch einen Shake zaubern! Die übrig geblieben Hähnchenbrustteilchen kann man schick für eine Salatverfeinerung zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.

Guten Appetit

Neue Eisdiele in der Stadt

brakers-eisdiele-buttonDas erste schöne Wochenende im April beschert uns nicht nur Sonnenschein sondern auch noch das passende Zubehör, eine neue Eisdiele. Leckeres Eis gibt es ab jetzt im Süden der Stadt. Hinterm Connewitzer Kreuz geht es links lang und auf der Bornaischen Höhe der 42 stoppen. Braker’s die Eisdiele. Softeis und Kugeleis der wohlschmeckenden Art, sowie Kaffee und Tee laden zum kurzen Zwischenstop. In einem schönen Ambiente und mit den ausladende Fensterbänken läßt es sich angenehm verweilen. Mein Tipp: probiert das Nougat-Pistazien-Eis oder Softeis mit Himbeersoße. Wer mir das Logo und den Schriftzug der Eisdiele plausibel erklären kann, den lade ich auf ein Softeis ein.

Frauen sind Suppenfans oder telegraphieren für Anfänger

Eigentlich wollte ich die fleißigen Hauptkontrollatoren meiner Diplomarbeit zu einem schnuckeligen Abendessen in die Suppenbar – SuppaSumarum – der Münzgasse einladen. Wohl dem der sich auskennt. Mittwochs ist dort Hochbetrieb, denn es ist All-You-Can-Eat-Tag. Zudem war noch internationaler Frauentag. Viele ungünstige Bedingungen für eine spontane Idee. Alles voll! Glücklicher Weise hatte ich meine Spontanität geplant und schon Nachmittags vorsichtshalber wegen der Tischbestellung angerufen, hat aber trotzdem nichts genützt.

Marcellino's Restaurant-Report 2005/2006. Leipzig Gäste sagen, wie es wirklich istWas machen? Man schnappe sich den nächsten Restaurantführer und hofft auf vorhandene Aktualität. Am besten wäre es, wenn noch eine Überblickskarte dabei ist um schnell und einfach das nächste Restaurant oder Esslokal zu finden. In meinem Fall haben die Jungs vom Marcellinos diese leider nicht in ihren Führer eingebaut. Alle Möglichen Kategorien aber das mir naheliegende eben nicht. Also nur bedingt zu empfehlen (obwohl sonst eigentlich ganz gut). Ich wollte aber in der Nähe bleiben. Also Internet: Strasse und Lokal gesucht aber nicht viel gefunden, da ich die Namen der nächstliegenden Strassen auch nicht wußte blieb mir nichts anderes übrig als nochmal den Führer zu konsultieren.

Gefunden habe ich den Telegraph, ein mit Bestnoten versehenes „Szene“-Lokal zu moderaten Preisen. Mal sehen. Hatte ja schon mal was davon gehört und im Tanzkeller darunter war ich auch schon zu einer Feierei. Also frisch angerufen und bestellt. Alles toll bis dahin.

Angekommen haben wir uns an einem Tisch nieder gelassen der zum Teil mit einer halb runden beigen LederCouchBank ausgestattet war. Mit dem weiße Tischtuch waren wir weit und breit die einzigsten aber für den Anlass sehr angemessen ausgestattet. Das Lokal war gut besucht und hatte einen unaufdringlichen kargen Charme das Licht war mir etwas zu hell für den Moment. Bei einem Rundumblick erblickte ich die zweite Etage die halb in den Raum ragte und sicher auch nett gewesen wäre.

Als Appetitanreger bestellten wir eine Käseplatte und für mich zum Aufwärmen einen heißen Birnensaft mit frischen Ingwer. In dieser Kombination hatte ich dies noch nicht und wurde sofort als trinkbar und lecker eingestuft. Die nette Bedienung bat uns gleich die weitern Bestellungen aufzunehmen da die Küche gut zu tun hatte. In der ausgezeichneten Karte findet man neben bürgerlichen Spezialitäten wie gespickten Rehrücken auch die üblichen Pastavariationen und frischen Suppen, ein Blick auf die Tageskarte lohnt auf jeden Fall. Angenehmen Wein findet man ebenfalls.

Suppe sollte es sein für die Mädels, die Tageskarte empfahl eine Orangencremsuppe. Also fluggs bestellt – aber leider schon alle. Viele Frauen waren anwesend und hatte schon alles leergefuttert, hätten wir nur eine halbe Stunde eher bestellt… . Naja, dann eben frische Tomatensuppe – gebongt. Dazu noch Gnochis in Tomatenchillisoße überbacken mit Mozarella und für die Freundin Birnenreis mit Gorgonzola. Alles sehr fein arrangiert und lecker im Geschmack. Doch leider dauerte die Anfertigung ungewöhnlich lange, so dass der Käseteller lange leer stand eh der Hauptgang kam. Diesen kleinen Wehrmutstropfen tröstete uns die Bedienung mit einem freien Verdauungsgetränk nach dem Essen.

Alles in allem eine sehr zu empfehlende Lokalität die wir gerne wieder besuchen werden wenn wirnicht keine Studenten mehr sind. Denn zum dinnieren sind die Preise für Studenten doch etwas zu moderat.