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Alles was so hängen bleibt

Kassel an einem Tag

Intro: Hier wirst Du einen kleinen Überblick erhalten wie du einen Tag in Kassel verbringen kannst. Sehenswertes, Kneipen, Esslokale, persönliche Eindrücke und weitere Hinweise sind Bestandteile dieses kleinen Beitrages.

Wenn man – aus welchen Gründen auch immer – sich irgendwann nach Kassel aufmacht, erhält man meistens aus seinem näheren Umkreis verwunderte Blicke und Fragen was man denn da wöllte und überhaupt wäre Kassel doch gar keine Reise wert.

Keine Angst vor Kassel

Ich kann nur sagen, fürchte Dich nicht es kann sich lohnen. Immerhin ist Kassel Documenta Stadt und wenn sich alle fünf Jahre dieses Event wiederholt, sich alle Welt hierhin aufmacht färbt diese Event auch auf die Stadt und das Sehenswerte ab. An vielen Ecken sieht man deshalb Skulpturen, Objekte und Kunst die man sonst nicht in jeder Stadt sehen würde. Wir mussten für unser Übernachtung in Kassel sogar Kurtaxe bezahlen – also wenn das kein Indikator für eine zumindest im Ansatz erholsame Stadt ist.

Kassel bei Dämmerung © Yannic Meyer @ FlickrDocumenta 13 Kassel Karlsaue © !Koss @ FlickrFrom the Weinberg in Kassel © Ken Hawkins @ FlickrWasserpiele im Bergpark © 芳蘭 徐芳蘭 @ FlickrAussicht am Weinberg Kassel © Lennart Riecken @ FlickrKasseler Bergpark © Lennart Riecken @ FlickrDie Löwenburg im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe. © Werner Wilmes @ Flickr

Wer sich in Kassel von einem Ort zum anderen bewegt, sollte sich entweder eine Tageskarte des ÖPNV besorgen und bequem von A nach B mit der Bahn oder Bus düsen, oder sich mit dem ansässigen Fahrradausleihsystem Konrad bekannt machen. Für den ÖVPN gibts auch eine App die sinnvoll ist und funktioniert. Die Fahrräder findet man an vielen Ecken, die Anmeldung ist kostenlos per App, Terminal oder Web. Die Stunde Radfahren kostet 1€. Man sollte aber beachten, dass es hier und da kleine Anstiege gibt die einen ungeübten Radler durchaus den Schweiß auf die Stirn treiben läßt.

Vorher checken wo es lohnt zu Essen

Ein anderer guter Tipp, mach Dich mit den örtlichen Kneipen und Restaurants bekannt. Studieren die Hinweise in Bewertungsportalen wie Tripadvisor und Foursqare. Was bei überschwenglichen Bewertungen immer hilf: denke Dir pauschal 1-2 Sterne weniger und wenn vorhanden, lies die weniger guten Hinweise. Manchmal erfährt man hier auch wo es Konzerte, Lesungen oder eine bessere Lokalität gibt. Die guten Tipps einfach mal in einer Liste in den Bewertungsportalen speichern und wer die App der Anbieter nutzt, hat dann auch die Möglichkeit mal schnell vor Ort auf die Karte zu schauen und man findet die gespeicherten Tipps relativ zu seiner aktuellen Position.
Ich finde da Foursquare handhabarer da die Kartenfunktion dort besser ist.

Zu guter Letzt, wenn als Tipp steht man sollte reservieren, macht es in vielen Fällen Sinn und man muss nicht wie wir vor vollem Lokalen stehen und sich dann wegschicken lassen.

Es gibt auch ein Liste von mir gespeicherten Orten in Foursquare

Weltkulturerbe, das ist doch was

Kassel ist für sein Weltkulturerbe bekannt. Der größte Bergpark Europas, Wilhelmshöhe, beinhaltet Wasserspiele, die Herkulesstatue sowie eine Galerie mit der drittgrößten Rembrandtsammlung der Welt. Sinn macht es sich über die Öffnungszeiten, Baustellen sowie die Zeiten für die Wasserspiele zu informieren. Aktuell wird an den Wasserspielen wohl noch bis 2018 gebaut.

Wenn man den Park mit der Straßenbahn anfährt, benötigt man eine gute Stunde den steilen Berg durch den Park hinauf zum Oktogon mit der Statue. An der Haltestelle gibt es ein Besucherzentrum in dem man sich einen Plan für den Park geben lassen kann. Eine Führung durch die Löwenburg lohnt sich weniger (da Baustelle und erst umgebaut wird) dafür kann ich die im Schloß empfehlen.
Man brauch also entweder einen Vormittag aber besser ist es sich einen Nachmittag dafür Zeit zu nehmen.

Bergpark Wilhelmshöhe - Kassel Oktober 2016Bergpark Wilhelmshöhe - Kassel Oktober 2016Bergpark Wilhelmshöhe - Kassel Oktober 2016Bergpark Wilhelmshöhe - Kassel Oktober 2016Bergpark Wilhelmshöhe - Kassel Oktober 2016An der Löwenburg - Kassel Oktober 2016Bergpark Wilhelmshöhe - Kassel Oktober 2016

 

Den anderen Teil des Tages bummelt man durch die Stadt oder gibt sich einer Stadtführung mit dem Doppeldeckerbus hin.

Ein Tag Kassel

Unser Tag sah wie folgt aus.
Vormittag Besuch der Markthalle, wo man auch gut Frühstücken kann, dann quer durch die Stadt gebummelt. Ein wunderbares Café in der Nähe des Rathauses entdeckt (die Kaffeerösterin) hier gibt es verschiedensten Kaffee in verschiedensten Zubereitungsarten, selbst gemachten Kuchen. Nachmittag zum Bergpark, Abends Sushi Essen und dann Theater und später noch in eine Kneipe.
Lokales Craftbier gibt es tatsächlich auch in Bamberg: Steckenpferd und die Craftbier-Sorten von Hütt. Dieses gibt es aber nicht überall, informieren macht auch hier Sinn.

vor der Markthalle - Kassel Oktober 2016

vor der Markthalle - Kassel Oktober 2016in der Markthalle - Kassel Oktober 2016in der Markthalle - Kassel Oktober 2016Bei der Kaffeerösterin - Kassel Oktober 2016im King Schultz - Kassel Oktober 2016lecker Craftbier von Hütt im King Schultz - Kassel Oktober 2016beim glücklichen Bergschweinchen - Kassel Oktober 2016

 

Nützliche Links zu Kassel

Zum Abschluß noch ein Paar Empfehlungen und nützliche Links

Ausflug nach Weimar

Intro: kleiner Bericht über ein Wochenendausflug nach Weimar, Hinweise zu Veranstaltungen ab des Mainstreams, Übernachtungen und kulinarischen Besonderheiten – am Ende eine Übersicht mit nützlichen Links

Weimar - Zeichnung

Weimar ist einen Ausflug wert

Einen kleinen Wochenendausflug nach Weimar kann man immer machen. Freitag mal los düsen und Sonntag Nachmittag wieder zurück – kein Problem. Durch die kurze Strecke von und nach Leipzig ist das eigentlich nicht der Akt – mit dem Auto läuft das in geschmeidigen 80min, es gibt auch einen Zug und Fernbusse fahren wohl auch.

Weimar ist ziemlich beliebt bei den älteren Herrschaften, für diese bietet es auch eine Menge Kultur und Veranstaltungen rund um die Dichter und Denker der großen Zeiten. Entsprechend sieht es bei den Unterkünften aus. Man kann in nicht unbedingt günstigen Hotels (ca. um die 65€ pro Nacht im Doppelzimmer) und in Pensionen – nicht minder teuer – nächtigen. Wenn man großzügig voraus plant und die Zeiten mit hohen Touristenandrang meidet hat man wohl auch Chancen auf Zimmer in Hostels und JH – für einen spontanen Ausflug ist die Suche hier eher nicht zu empfehlen -zu viel Frustpotential.

Weimar - Unterkunft - Blick vom BalkonWeimar - Unterkunft - Blick vom BalkonWeimar - Goethe Schiller Denkmal auf dem Platz vorm TheaterWeimar - Rathaus auf dem MarktplatzWeimar - SchloßkircheWeimar - verwinkelte schmale GassenWeimar - verwinkelte schmale Gassen

 

preiswerte Unterkunft muss man suchen

Uns verschlug es über AirBnB in die Nähe des Bahnhofs, was uns zwar einen schönen Ausblick von einem kleinen Balkon bescherte aber auch eine gute Geräuschkulisse von an und abfahrenden Bussen und den Beat von Bahnhofsdurchsagen. Nachts schläft man ja nicht auf dem Balkon, so dass dies dann kein Problem mehr war.
Man nächtigt zwar nicht günstiger als im Hotel, hat dafür aber den Komfort einer Wohnung. Kann Morgens bequem frühstücken und Nachts nach der Abendlichen Gesellschaft noch mal kurz beim Kühlschrank vorbeischauen. Neben dem oben genannten Vermittler würde ich auch mal bei Tripadvisor vorbeischauen, den finde ich persönlich besser und nicht so intransparent.

Ich würde empfehlen nur unterhalb des Breitengrades des Atriums nach Unterkünften zu suchen. Alles andere macht dann Abends zur Heimkehr nicht mehr so viel Spaß ,weil man, etwas fußlahm vom Tag, noch den Berg hoch muss – auch wenn es nur 10-15min von der Innenstadt entfernt ist. Ein Taxi von der Innenstadt kostet ca 10€. Die wesentlich interessanteren Dinge für den gemeinen Ausflügler sind ebenfalls alle süd/west, süd und süd/östlich positioniert.

Weimar - StreetartWeimar - Café Luftballon - DetailWeimar - Neonreklame aus DDR-ZeitenWeimar - StreetartWeimar - HerderplatzWeimar - Ladenlokal etwas abseitsWeimar - Detail Ladenlokal

 

Kulturveranstaltungen en gro

Veranstaltungstechnisch ist Weimar super aufgestellt. Für die oben genannten Zielgruppe und Geldbeutel kann man sich enorm belustigen. Neben der Vielzahl von Goethe- und Schillerlesungen, Sing-, Lese- und Theaterabenden usw. gibt es regelmäßige Festivals und größere Veranstaltungen wie Zwiebelmarkt u.ä., hierfür kann man sich auf den Veranstaltungsseiten der Kulturstiftungen ausgiebig informieren.
Leider findet man auf diesen Seiten für alternative Veranstaltungen respektive für etwas jüngeres Publikum nicht so viel bis gar keine Infos. Hier seien die Webseiten vom Kasseturm, der Galerie C-Keller, Beatcorner, Bauhaus-Uni und Smuggler’s Irish Pub empfohlen – dort passiert neben der Hochkultur noch einiges Anderes.

Alles angucken!

Für Sehenswürdigkeiten kann man in Weimar aus den vollen schöpfen , es gibt richtig schöne alte wieder hergerichtete Gebäude. Die Altstadt ist klein und schön verwinkelt es lohnt auch mal quer und hintenrum zu laufen. Man kann viel entdecken und nicht nur für den betagten Touristen gibt es schöne Ecken und interessante Plätze zu sehen oder das eine oder andere versteckte Geschäft bzw. Café zu finden.
Hier sei auf das kleines Krawattengeschäft Thüringens mit der größten Auswahl nördlich der Alpen (nicht das ich nach so was suchte) hingewiesen, der Spielzeugladen mit Hof – Steinboss Floh & Co – so ein verspielten, vollbepackten Kinderspielzeug- und Buchladen hast Du noch nie gesehen, sowie auf den Jeans-Designer und Schneider mit Goldzahn am Marstall.

Weimar - StreetartWeimar - Spielzeugladen und HofWeimar - Spielzeugladen und HofWeimar - Spielzeugladen und HofWeimar - Straßenszene DetailWeimar - Hotelangesetllte bei der PauseWeimar - lokaler Verkäufer auf dem Markt

 

Der Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus sei genannt, schön interessant wird zum Beispiel für Kinder die darin befindlichen Quellen mit den kleinen Bächen sein. In denen kann man super spielen und matschen. Für den sehenden Touri ist der Park mit seinen Sichtachsen, schönen verschlungen Pfaden und romantischen Ecken ein zu empfehlender Genuß.

Natürlich darf man nicht die Anna Amalia Bibliothek vergessen, hier ein Hinweis; wer rein möchte sollte sich rechtzeitig für den Einlass anmelden, denn es dürfen pro Tag nur 250 Leute rein – es lohnt sich aber! Bin schon lange nicht mehr so grazil in riesen Pantoffelpuschen durch die Gegend geschlurft – übrigens nicht nur deswegen. Eine weitere Empfehlung meinerseits ist; sich eine Führung (4€ /1h) durch die Parkhöhle zu nehmen. Bei um die zehn Grad ist es etwas kühl, dafür super interessant und kurzweilig – man darf sogar einen blauen Helm aufsetzen, durch verschlossene Gänge gehen und am Ende kommt man mitten im Park wieder raus.

Weimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Schiller Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Goethe Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna AmaliaWeimar - Bibliothek Anna Amalia

 

Was isst man in Weimar?

Kulinarisch liegt Weimar in Italien möchte man meinen, so eine Konzentration von Italienern, Italienischen Restaurants ist mir noch nicht untergekommen. Einige sind schön gelegen und haben bestimmt vorzügliche Speisen aber sie sind jedenfalls alle auf Touristen eingestellt. Immerhin haben wir wohl den besten Italiener für Pizzen (wie ich eine Weimarerin belauschen konnte) erwischt der auch noch Abends gut frequentiert wurde. Der kleinen Freisitz unter Linden in der Nähe der Musikschule war bestens. Bei unsere Anwesenheit wurde gerade Klavier geübt aber auf sehr hohen Niveau. So lauschten wir den Klängen, aßen unsere vorzüglichen Pizzen und belustigten uns über Kutschenführungen die an dieser Stelle vorbei mussten.

In Weimar kommt man nicht an der guten thüringischen Bratwurst (Roster) und dem Rostbrätl (Steak) vorbei. Wer die Gelegenheit hat sich eine Wurst zwischendurch zu schnappen, sollte dies tun oder sich welche bei einem Fleischer im Laden kaufen (Bestellung einen Tag vorher macht Sinn) und sie mit nach Hause nehmen (Kühltasche vorausgesetzt). Bei einem anderen Fleischer probierte ich mit Hackfleisch gefüllte Blätterteigtaschen – für einen Snack zwischendurch auf die Faust auch lecker und ungewöhnlich.

Weimar - Pizza im Da AntoniaWeimar - Caprese im Da AntoniaWeimar - RosterWeimar - BlätterteigschneckenWeimar - StraßenszeneWeimar - StraßenszeneWeimar - Straßenszene

 

Später taten wir einen Glücksgriff und nahmen die Gelegenheit war, ein kleines koreanisches Lokal etwas Abseits vom Mainstream zu versuchen. Wir reservierten für Abends Essen zum selbst zuzubereiten. So in etwa wie Raclette auf koreanisch, nur man musste sich seine Frühlingsrollen selbst zusammenstellen und rollen. Reisplatten konnte man einweichen die in Handumdrehen verarbeitbar wurden, diese mit Gemüse, Soßen und leckeren Fleisch füllen und essen. Wunderbar lecker, zeit füllend und schön sozial. Man kann dabei gut reden, der Küche zusehen und am Ende – da der Laden so klein ist – mit den Betreibern ins Gespräch kommen. Absolut zu empfehlen.

Ein Besuch in Thüringen ohne Klöße ist nur ein Halber! Also sollte man sich auch das nicht entgehen lassen. Bei mir landete Roulade, mit Rotkraut und Klößen auf dem Teller – es war wie zu erwartend gut lecker aber auch nicht mehr. Wir waren im Felsenkeller essen, die scharfe Ecke z.Bsp. wäre unser erster Gang gewesen, wenn wir nicht unbedingt mal bei der Brauerei im Felsenkeller vorbeischauen wollten.

Weimar - koraenisches Raclette im Koi.7Weimar - korenisches Raclette im Koi.7Weimar - Klöße, Roulade und Rotkraut im FelsenkellerWeimar - Bier im FelsenkellerWeimar - Braukessel im FelsenkellerWeimar - Kuchen im Café FamaWeimar - Streetartdetail

 

Kein Craftbier in Weimar?

Damit wären wir beim Bier. In Weimar scheint es etwas schwierig zu sein gutes Bier zu bekommen. Craftbier in Weimar sucht man vergebens. Die oben genannten Italiener schenken, wie nicht anders zu erwarten, durchschnittliches Bitburger oder Artverwandtes aus.
Das Apoldaer Bier aus der Gegend bekommt man so gut wie gar nicht in Lokalitäten, was aber nicht schlimm ist, dafür findet man schon mal Radeberger oder Krombacher was nicht besser ist.

In Weimar gibt es allerdings wie bereits angedeutet eine Brauerei. Der Felsenkeller braut sein eigenes Bier. Ein Abstecher lohnt sich schon wegen der Gastro – Klöße und so – es gibt einen Biergarten und die Braukessel stehen in der Gaststube. Das Sommerbier bzw. Pilsner war nicht die Welle, da schmeckte mir eher das Körnerbier weil es so irgendwie anders war.
Wenn man weiter sucht stolpert man auch noch über das Köstritzer Schwarzbierhaus, was einen bemerkenswerten Fachwerkbau besitzt und immerhin noch ein Kellerbier neben den bekannten Standards anbietet.

Weimar - Köstritzer SchwarzbierhausWeimar - Neonreklame Detailweimar - Straßenszene DetailWeimar - Straßenszene DetailWeimar - StreetartWeimar - Ladenlokal mit den KrawattenWeimar - Detail Goethe-Schiller-Denkmal

 

Gemütliche Kneipe findet man auch

Die genannten sind allesamt nicht wirklich für den erweiterten Abend geeignet, es fehlt an Gemütlichkeit. Dafür fühlten wir uns in der alten Laterne und im Smugglers sehr wohl. Wir hätten auch mal einen Abstecher zur Reservebank gemacht, wenn es nicht schon so spät geworden wäre.

Ersteres – also die Laterne, hat den angenehmen Charme einer Assi-Rülpse von oberen Ende. Sie bietet neben einem leckerem Zwickel auch noch ein geschmacklich interessantes Ritterbräu Kellerbier. Der Kneiper ist recht redselig und wenn man sich mit ihm ins Gespräch verstrickt, kommt irgendwann das Thema auf einen üblen Schnaps der noch schlimmer als der bekannte „Krabbel – die – Wand – nuff“ aus der Pleißenburg ist.

Das bereits angesprochene Smugglers hat neben den Standard-Iren Kilkenny und Guinness auch mal einen Cider vom Fass, dazu ist noch das Cambrinus und Augustiner vorrätig. Der Laden ist schön und es läßt sich gut hocken – trinkt nicht den Obstler – pfui! – Hier gibt es unter der Woche regelmäßig kleine Konzerte – Webseite checken. Achtung – beide beschriebenen sind Raucherkneipen!

Leider konnten wir uns nicht davon überzeugen ob es tatsächlich Republic Crew-Bier im Lava Kitchen gab – das muss wohl für das nächste Mal übrig bleiben.

So bin ich schon am Ende des kleinen Berichtes – es war schön und es gab viel zu sehen. So wie es aussieht wird es wohl noch das ein oder andere Mahl geben. Dann wohl auch mal mit Stadtführung, thematisch oder per flitzender Rikscha. Mal sehen.

Weimar - Park an der IlmWeimar - Park an der Ilm - Russischer HeldenfriedhofWeimar - Park an der Ilm - Russischer HeldenfriedhofWeimar - Park an der Ilm - HöhlenführungWeimar - Bier im SmugglersWeimar - Park an der Ilm - römisches HausWeimar - Straßendetail

 

Zusammenfassung:

Übernachten

  • Durchschnittspreise 50-70€ Pension/Hotel/Privatunterkunft für 2 Personen/Tag
  • sucht südlich des Atriumbreitengrades
  • guckt auch bei Tripadvisor oder AirBnB

Tourizeugs

Essen

Ausgehen

Weimar - Park an der Ilm - Ruine TemplerWeimar - Park an der Ilm - Ruine TemplerWeimar - Park an der Ilm - Detail römisches HausWeimar - Park an der Ilm - Detail römisches HausWeimar - Park an der Ilm - Detail römisches HausWeimar - Park an der Ilm - Goethes GartenhausWeimar - Detail MarktplatzWeimar - Detail TrödlerWeimar - Detail TrödlerWeimar - Detail TrödlerWeimar - Detail StreetartWeimar - BrunnenWeimar - StreetartWeimar - Straßenszene DetailWeimar - StreetartWeimar - Puschen in der Anna Amalia BibliothekWeimar - Park an der Ilm - russischer Friedhof DetailWeimar - Park an der Ilm - russischer Friedhof DetailWeimar - StreetartWeimar - Bauhausuni - Abschlußarbeiten Präsentation

 

Ausflugsempfehlung: Gose Radtour

Eine kleine Empfehlung Meinerseits ist eine Radtour aus dem Leipziger Umland nach Leipzig. Diese Tour bin ich kürzlich mit ein paar Freunden gefahren. Die Tour ist vor allem denjenigen zu empfehlen, die nicht so sportlich sind und eher weniger mit dem Rad unterwegs sind. Sie ist schön gemütlich, geht an schönen Landschaften vorbei. Man sieht Schlössern und Kirchen sowie viel Grün. Es gibt genügend Einkehrgelegenheiten und wenn man Glück hat, dann haben sie sogar geöffnet. Insgesamt führt sie knapp über 40 km die man gut in 5-6h mit den Pausen in den Gasthäusern schafft.

Die Tour ist ein Teil des Gose Wanderweges und bietet deswegen in den meisten Gasthöfen genau diese Spezialität – Gose – wem’s schmeckt.

Gose RadtourMan kann sich auch etwas zum Wanderweg belesen. An verschiedenen Verkaufsstellen in Leipzig erhält man wohl ein kleines gelbes Heftchen, welches ich aber nicht finden konnte.
Im Netz gibts auch das in einer etwas älteren Auflage, dass dürfte aber den Informationen zum geschichtlichen Hintergrund nicht wesentlich stören. Diese findet sich auf den Seiten der Gemeinde Kabelsketal oder hier als Downloadlink

Der Start der Tour beginnt in Dieskau, dorthin kommt man mit der S-Bahn, die Fahrt kostet aktuell knapp 6 € eine Fahrradkarte braucht ihr nicht extra kaufen.

GPX – Daten dann hier zum runterladen.

Gose Radtour Leipzig

Gose Radtour

Gose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour Leipzig
Gose Radtour Leipzig
Gose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour LeipzigGose Radtour Leipzig

Der bessere Rundgang – AKS in Schneeberg

Es liegt Schnee in Schneeberg 😀  und wenn das in der Adventszeit so ist, dann ist auch immer der Tag der offenen Tür in der Fakultät für angewandte Kunst AKS in Schneeberg. Der Schneeberger und das ganze Erzgebirch würde liebevoll sagen dort wo es die verhunzte Kunst gibt.

In Leipzig würde man sagen, es Zeit für den Rundgang – der mit jedem Jahr irgendwie anders komisch ist, oder ich versteh Kunst und was „die“ machen eigentlich nicht so richtig – oder es liegt daran dass ich alt und spießig werde … wahrscheinlich Letzteres.  Naja, jedenfalls bin ich immer wieder erstaunt was da in dem kleinen Nest so verzapft wird und das ist eigentlich ganz ordentlich – vielleicht kann ich einfach mit angewandter Kunst mehr was anfangen als mit abstrakter – obwohl manchmal…

Wenn ich schon mal da bin und besonders dann wenn ich keinen Bock auf das „tolle Lichtelfest“, was zufällig immer am selben Wochenende ist, habe versuche ich alle Welt zu bewegen mit mir dahin zu gehen. Dieses Jahr auch wieder – schön ist’s immer wieder inspirierend und es gibt aus der textil- und holzverarbeitenden Ateliers immer was Günstiges mitzunehmen. Einfach auch mal ein unaufgesetzter kleiner Weihnachtsmarkt – obwohl es in Wirklichkeit keiner ist.

Eine Modenschau ist auch immer im Programm und – so war es zumindest die letzten Jahre – gab’s auch ein Verkauf der Designerkleider – eine Fundgrube und Schnäppchenparadies für Designer-Einzelstücke – aber dieses Jahr leider nicht. Ein paar Impressionen sollen euch anfixen da mal hinzugehen denn Morgen sind die Türen auch noch offen –  es lohnt sich und außerdem liegt Schnee und das Lichtelfest ist ja auch noch….*hrhrhr* (Übrigens; durch die fertige Autobahn fährt man fast nur gerade aus und man ist in einer runden Stunde da)  

Südfriedhof – Leipziger Lieblingsorte

Mein Lieblingsort in Leipzig?, da musste ich erst einmal überlegen, denn die Frage, finde ich, kann man als Leipziger gar nicht so einfach beantworten.

Als schon-immer-hier-Wohnender habe ich schon viele Stadtteile mein zu Hause nennen können. Als Heranwachsender, als Azubi, als Student, als Weltreisendzurückkehrender und letztendlich als Arbeitender überall hat es mich schon hinverschlagen. Manchmal freiwillig, manchmal getrieben von den Preisen, dann auf der Suche nach dem idealem Wohnort aber nie stino-standard – das ist klar.

Überall ist es irgendwie schön und man findet sein Lieblingskleinod, die Zeit vergeht schöne Orte verschwinden oder werden überrannt. Viele schöne Orte sind nicht mehr da, neue kommen vielleicht dazu es hängt aber immer irgendwie, zumindest ist es mein Eindruck, mit der jeweiligen Lebenssituation zusammen. Was nützt es mir ein Lieblingsort zu haben, den ich nur einmal im Jahr besuche und ihn dann nich mehr kenne da er sich vielleicht so rasant verändert?

Lieblingsort Leipzig

Mein Lieblingsort

Einen habe ich erst sehr spät gefunden, den Südfriedhof, ich wusste schon immer dass es ihn gibt, aber erst als ich in seiner Nähe wohne ist es mir so bewusst geworden was für ein sehr schöner Ort das ist. Das verwunderliche daran ist, dass eigentlich jeder den Südfriedhof kennt aber ihn nicht als einen besuchenswerten Ort wahrnimmt. Klar, wer geht schon gern auf einen Friedhof, aber wenn es einer der schönsten Parkfriedhofanlagen Deutschlands ist? sollte man doch mal vorbeischauen und wenn er schon mal in der eigenen Stadt liegt sowieso.

SüdfriedhofRote LippenGrab auf dem SüdfriedhofAnkerplatz

Immer schön

Zu fast jeder Jahreszeit und sogar Lebenssituation kann man ihm etwas abgewinnen. Als ich nach St.Ötteritz zog hatte ich gerade meine Diplomarbeit beendet, die Zeit war frustrierend was soll man werden und machen, nichts passt auf einen usw. das große Schwarze Loch…. ihr kennt das ja.
Der Südfriedhof hat mich jetzt nicht daraus geholt, hielt aber immer etwas Ruhe und Abgeschiedenheit für mich bereit, raus aus der Bude durch den Park gehen, sich wunderbare Skulturen, Denkmäler, Grabanlagen anschauen, ein Platz finden zum Verweilen in der Sonne seinen Gedanken nachhängen und fast keiner der einen stört. Im Frühling die großen blühenden Büsche, große Wiesen mit Frühblühern, überall Vögel. Im Sommer sattes Grün, die Ruhe vor der Stadt. Mit der Freundin durch die Gänge streifen vor großen skurrilen Gräbern staunen und  sich fragen welche Geschichten dahinter stehen.
Hier liegen ja die große Söhne der Stadt und noch viele mehr, man möchte eigentlich alles wissen und mehr erfahren.

Löwe auf dem Südfriedhof

Später als sich der Nachwuchs ankündigte, auch dann wandelten wir durch die Allee und Wege, ließen uns von den vielfältigen Name inspirieren und genossen die Ruhe. Diese Ruhe ließ sich auch dann gut verwenden als man mit den Kinderwagen die Stunden zum schlafen durch die Gegend Rollen mussten, der Kiez war zu laut auf dem Friedhof war es schön leise und man müsste nicht immer die selben Wege gehen.

Jetzt ist der Nachwuchs schon größer und wenn wir mal spazieren gehen, kommt uns auch der Friedhof mal in die Quere. Im Herbst als die großen Laubhaufen aufgeschüttet sind, ist’s natürlich besonders toll, reinschießen Laub um sich werfen und die ganzen Sachen, dazu die bunten Bäume überall – wunderschön. Selbst im Winter, Stille, zugeschneit, wenige Fußstapfen, Gräber die anders aussehen, Skulpturen mit besonderem etwas – Fotomotive.

Ja, der Südfriedhof ist einer der Lieblingsplätze für mich in Leipzig.

Erst letztens habe ich an einer Führung teilgenommen, große Leipziger Geschichte wird einem da vermittelt, genügend berühmte Persönlichkeiten liegen hier – auch die Originale. Es wird wahrscheinlich nicht die letzte Führung gewesen sein, unterhaltsam und skurril war es allemal.
Ich kann nur jedem empfehlen sich diesen wunderbaren Ort selbst anzuschauen. Wo kann man denn in Leipzig Pyramiden, Obeliske, riesige Skulpturen, verdichtet leipziger Geschichte, allerlei Engel, den Querschnitt durch die architektonischen Epochen, die verschiedenen künstlerische Geschmäcker, des letzten Jahrunderts auf so kleine Raum bewundern? Genau dort! Das schöne es ist fast keiner da, der Krach machen kann 🙂

…und wußtet Ihr dass es auf den Südfriedhof, unterirdische Grabanlagen gibt die so groß wie Einfamilienhäuser sind?

noch etwas mehr…

Über den Südfriedhof habe ich schon ein paar Beiträge geschrieben, wem mehr danach ist liest hier:

 

Vielen Dank Adelina fürs anstoßen!