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Alles was so hängen bleibt

Es gibt noch freie Sitzplätze für die WM

stadium

Saß ich letztens noch so ziemlich alleine auf meiner Tribüne im „Welt größten Online Stadion“ auf Platz 143 Tribüne 2 Block D, gibt es jetzt fast keinen Platz mehr. Über 15.700 Fans, Tendenz steigend, haben sich schon eingefunden und einen der kostenlosen Eintrittskarten genutzt. Imposant finde ich die logistische Meisterleistung der Schweizer Eidgenossen ihre Anhänger in einen Fanblock zu lotsen (was für ein Wort), so dass man fast nur rote Trikots mit klitzekleinen weißen Kreuzen sieht.

Lächeln kann ich nur über die verzweifelten Versuche an eine der völlig überteuerten Eintrittskarten heranzukommen. Warum sind die eigentlich so teuer? Für ein verdammtes Bundesligavorstadtspiel muss man doch auch nicht ein Sechstel seines Studentenmonatseinkommen blechen? Zumal die Mannschaften nichts, rein gar nichts, sich davon in die Tasche stecken können. Völliges Unverständnis meinerseits.

Hoffen wir trotzdem, dass die Stadien auch bei so tollen Ansetzungen wie Iran gegen Angola halbwegs besetzt sind. Vielleicht sind die Karten ja doch nicht so teuer, denn die Nachfrage bestimmt bekanntlich den Preis. Eine besonders große Nachfrage kann ich mir bei diesem Spiel nicht vorstellen. Da stehen die Chancen doch ganz gut über das baldige Tauschportal ein Schnäppchen zu landen.

via Golem: […] es besteht Hoffnung, noch kurz vor Toresschluss an Karten zu gelangen, denn die Eröffnung des Tauschportals für WM-Karten durch das WM-Organisationskomitee (OK) steht bevor. Am 27. März ist es so weit. Im Internet auf Fifaworldcup.com gibt es dann die Möglichkeit, Eintrittskarten zurückzugeben oder auf andere Personen zu übertragen. […]

Willkommen in Leipzig – Nato

Jetzt wird unser großer großer Flughafen mal so richtig genutzt. Vielleicht kommen da auch mal ein paar Transatlantikflüge auf unser Statistikonto. Willkommen!

Am Flughafen Leipzig/Halle geht heute ein Stützpunkt für NATO-Transportflugzeuge in Betrieb. Künftig sind am Flughafen ständig zwei russische Antonow-Transport-Maschinen stationiert. Sie sollen dem Verteidigungsbündnis für Transporte in Krisengebiete zur Verfügung stehen. Die Maschinen werden von einer russisch-ukrainischen Privatfirma angemietet. Mit den Antonows will die NATO Transport-Engpässe überbrücken, bis im nächsten Jahrzehnt der neue Militär-Airbus eingeführt wird. via MDR

Geo Foto-Wissenstest

Danke für die Blumen: Mittelfeld und besser. Aber um mit wahrer Kenntnis zu beeindrucken, müssen Sie noch dazulernen! Ich bezeichne mich eigentlich als guten Fotografen. Jedenfalls mein Anwendungs- und Technikwissen ist da.

Selbst versuchen bei GEO

Das Wissen um die Namen und Fakten von Fotografenpersönlichkeiten fehlte mir schon damals bei dem Versuch meine Arbeiten von eine Prof. in der HGB Leipzig zu bewerten lassen. Auf die Frage nach meinen Vorbildern konnte ich nicht einen Namen nennen. Bei ihm kopfschütteldes Unverständnis. Ist es ein Fehler einfach so zu fotografieren ohne bei jemanden abzuschauen? Meine Entscheidung damals: Medientechnik statt Fotografie zu studieren. Bis jetzt denke ich: gute Entscheidung

Hand im Briefkastenschlitz und 10 neue Erkenntnisse

Eigentlich dachte ich ich wär clever. Pah! Dachte mir passiert so etwas nicht. Weit gefehlt. Sollte man als normaler Mensch denn den Briefkastenschlüssel an seinem Bund mit dem Wohnungsschlüssel dran haben? Auch wenn es nur einen für den Briefkasten gibt?

Naja, jedenfalls komm ich nach Hause und sehe dass Post im Kasten liegt. Also schnell raufgeflitzt den Kastenschlüssel geschnappt und wieder runter. Oben wieder angekommen, Tür zu! Toll! Kein Schlüssel zu Hand. Drinnen sitzt die Miez und mauzt. Ja – Süße jetzt ganz clever die Tür öffnen, bitte! Doch die Katze weiß nicht wie sie die Tür von Innen aufbekommt. Ein Elend. Denk ich mir: Warten! Meine Freundin ist zwar grad bei der Post (Sie arbeitetet dort im knüppelharten Briefsortierschichtdienst) doch die fünf Stunden bekomme ich rum, wohnen doch nette Freunde gleich um die Ecke. Südvorstadt! – deswegen wohn ich hier.

Na denn, locker flockig zu nächsten WG gelaufen hatte ja zum Glück noch keine Hauspuschen an. Dort erst einmal ein Käffchen. Dann der Suse ihr tolles DVBT – USB Teilchen angeklotzt und versucht es einzurichten damit sie viele viele Sender reinbekommt und über die PC-Schachtel fernsehen kann. Leider ist es mit Software wie immer nicht ganz leicht und so bekommen wir nur die Hälfte der Kanäle rein und der Rest (natürlich den den man haben will) ruckelt sich einen zurecht. Die tolle Zimmerantenne weiß zu überzeugen und preist uns ein Bild an, welches sich mit seinem Ton nicht vertragen will. Beide kommen voneinander zeitlich getrennt an und das Bild vergißt dazu, dass Fernsehen etwas mit bewegten Bildern zu tun hat. Manche Dinge sollte man gar nicht erst versuchen zu verstehen. Fernsehen ist eh blöd und sowieso Zeitverschwendung.

Mein Girlie rief mich an ich könnte wieder nach Hause kommen. Doch dort stand sie selbst vor der Tür. Zufällig hatte sie ebenfalls ihren Schlüssel vergessen. Welch wunderbare Umstände! Was jetzt? Schlüsseldienst holen? Abends um 11? Bei einem geringen Studentenbudget überlegt man es sich zweimal. Erst einmal die Servicehotline unserer Wohnungsgenossenschaft anrufen und erstaunt feststellen, dass dort noch jemand ist und mit uns redet. Helfen war eher nicht so. Ein guter Rat, doch den Schlüsseldienst anzurufen, fand bei mir kein Gehör. Ja, darauf wär ich selbst nicht gekommen. Danke!

Also wieder zurück zur befreundeten WG und Werkzeug zusammen gesammelt. Alte Kreditkarten und Creme eingepackt, dazu noch ein Holz etwas Schnüre und wieder zurück zur Tür. Mit Kreditkarten ließe sich wohl jede andere Tür öffnen, diese aber nicht. Der Rat die Tür aufzutreten, Anlauf nehmen und knapp neben das Schloß kicken wurde erst einmal zurückgestellt. Zum Glück gibt es ja noch den Briefschlitz, wo bequem eine Kinderhand durchpaßt. Meine ist etwas größer. Also erst einmal die Blende entfernt und vorsichtig probiert on die eigene Hand durchgeht. Ergebnis: rein wahrscheinlich schon, Probleme gibt es dann nur wieder sie raus zubekommen.

Dann ging alles schnell. Ich habe es darauf ankommen lassen und meine Hand mutig durch gesteckt. Das lange Holz zur Hilfe, konnte ich dann erstaunlich unproblematisch die Klinke von innen runter drücken und schwups waren wieder drinnen. Die Hand ließ sich auch nach einiger Anstrengung unverletzt befreien. Lief doch gar nicht schlecht.

    Die Erkenntnisse des Tages:

  1. Einen zweiten Briefkastenschlüssel anfertigen lassen.
  2. Briefkastenschlüssel gehört an den Schlüsselbund.
  3. Nicht gleich den Schlüsseldienst rufen.
  4. Gar nicht erst auf die Freundin warten.
  5. In der Nähe von Freunden wohnen bleiben.
  6. Kreditkarten bringens nicht.
  7. Tür immer abschließen, den der Briefkastenschlitz ist definitiv gut für einen Einbruchsversuch.
  8. DVBT ist Mist.
  9. Keine Hilfe von Supportseiten der Discountermarken erwarten.
  10. Der Katze das Türöffnen beibringen.

Frauen sind Suppenfans oder telegraphieren für Anfänger

Eigentlich wollte ich die fleißigen Hauptkontrollatoren meiner Diplomarbeit zu einem schnuckeligen Abendessen in die Suppenbar – SuppaSumarum – der Münzgasse einladen. Wohl dem der sich auskennt. Mittwochs ist dort Hochbetrieb, denn es ist All-You-Can-Eat-Tag. Zudem war noch internationaler Frauentag. Viele ungünstige Bedingungen für eine spontane Idee. Alles voll! Glücklicher Weise hatte ich meine Spontanität geplant und schon Nachmittags vorsichtshalber wegen der Tischbestellung angerufen, hat aber trotzdem nichts genützt.

Marcellino's Restaurant-Report 2005/2006. Leipzig Gäste sagen, wie es wirklich istWas machen? Man schnappe sich den nächsten Restaurantführer und hofft auf vorhandene Aktualität. Am besten wäre es, wenn noch eine Überblickskarte dabei ist um schnell und einfach das nächste Restaurant oder Esslokal zu finden. In meinem Fall haben die Jungs vom Marcellinos diese leider nicht in ihren Führer eingebaut. Alle Möglichen Kategorien aber das mir naheliegende eben nicht. Also nur bedingt zu empfehlen (obwohl sonst eigentlich ganz gut). Ich wollte aber in der Nähe bleiben. Also Internet: Strasse und Lokal gesucht aber nicht viel gefunden, da ich die Namen der nächstliegenden Strassen auch nicht wußte blieb mir nichts anderes übrig als nochmal den Führer zu konsultieren.

Gefunden habe ich den Telegraph, ein mit Bestnoten versehenes „Szene“-Lokal zu moderaten Preisen. Mal sehen. Hatte ja schon mal was davon gehört und im Tanzkeller darunter war ich auch schon zu einer Feierei. Also frisch angerufen und bestellt. Alles toll bis dahin.

Angekommen haben wir uns an einem Tisch nieder gelassen der zum Teil mit einer halb runden beigen LederCouchBank ausgestattet war. Mit dem weiße Tischtuch waren wir weit und breit die einzigsten aber für den Anlass sehr angemessen ausgestattet. Das Lokal war gut besucht und hatte einen unaufdringlichen kargen Charme das Licht war mir etwas zu hell für den Moment. Bei einem Rundumblick erblickte ich die zweite Etage die halb in den Raum ragte und sicher auch nett gewesen wäre.

Als Appetitanreger bestellten wir eine Käseplatte und für mich zum Aufwärmen einen heißen Birnensaft mit frischen Ingwer. In dieser Kombination hatte ich dies noch nicht und wurde sofort als trinkbar und lecker eingestuft. Die nette Bedienung bat uns gleich die weitern Bestellungen aufzunehmen da die Küche gut zu tun hatte. In der ausgezeichneten Karte findet man neben bürgerlichen Spezialitäten wie gespickten Rehrücken auch die üblichen Pastavariationen und frischen Suppen, ein Blick auf die Tageskarte lohnt auf jeden Fall. Angenehmen Wein findet man ebenfalls.

Suppe sollte es sein für die Mädels, die Tageskarte empfahl eine Orangencremsuppe. Also fluggs bestellt – aber leider schon alle. Viele Frauen waren anwesend und hatte schon alles leergefuttert, hätten wir nur eine halbe Stunde eher bestellt… . Naja, dann eben frische Tomatensuppe – gebongt. Dazu noch Gnochis in Tomatenchillisoße überbacken mit Mozarella und für die Freundin Birnenreis mit Gorgonzola. Alles sehr fein arrangiert und lecker im Geschmack. Doch leider dauerte die Anfertigung ungewöhnlich lange, so dass der Käseteller lange leer stand eh der Hauptgang kam. Diesen kleinen Wehrmutstropfen tröstete uns die Bedienung mit einem freien Verdauungsgetränk nach dem Essen.

Alles in allem eine sehr zu empfehlende Lokalität die wir gerne wieder besuchen werden wenn wirnicht keine Studenten mehr sind. Denn zum dinnieren sind die Preise für Studenten doch etwas zu moderat.