in 60 (Foto)Schritten zur Weihnachtsgans

Wie macht man seine erste Weihnachtsgans?

Ein kleiner Ratgeber der Leute wie mich und meine Freundin ansprechen soll. Das erste Weihnachten ohne Eltern feiern, Freunde einladen und klassisch Essen. Sozusagen erste Hilfe in Sachen Klassiker Kochen für Jungdreißiger.

Zur Vorbereitung haben wir uns bei unseren Eltern rumgehört und einen Termin zum Zeigen und Probebraten getroffen. Alles wurde dokumentiert und zusammengetragen und hier niedergeschrieben. Eigentlich kann nichts mehr schief gehen.

Zur Vorbereitung:

  • einen Bräter besorgen, 38-42cm je nach Ofengröße, es muss nicht der Teure Gute sein mit Sandwichboden, es reicht ein Einfacher damit die Hitze überall gleichmäßig im Ofen an die Gans ran kann - unser hat ca. 20 Euro gekostet - der ist voll in Ordnung
  • Unser Ofen hat übrigens einen Grill - was für diese Art der Zubereitung notwendig war
  • eine frische Gans beim Lieferanten des Vertrauens bestellen, für vier-sechs Leute reicht eine von 4-5Kilo, wir haben hier eine 4,5 Kilo Gans
  • wenn gekauft dann am Besten gleich mit der Zubereitung beginnen, andernfalls aus der Folie nehmen und max. 2Tage in der Kälte aufbewahren
  • im Übrigen gefrorene Gänse dauern im Ofen viel, viel länger

Da wir uns auf ein Essen für den 24. vorbereiten, gibts hier das Rezept zugeschnitten auf drei Tage, es geht aber auch an zwei oder sportlich an einem Tag.

Zu Beginn der Rezepttext und im Anschluss die Bilder mit Kommentaren in der Bildershow.
Wer übrigens ein Rezept neben dem klassischen mit Beifuß kennt, der kann gerne Hinweise in den Kommentare posten, wir brauchen für die nächsten Jahre gute Anregungen.

Na denn… auf gehts.

Rezept: Weihnachts GANS - ganz klassich mit Beifuss

22. Dezember

  • abholen, anriechen, ganz viel Geld bezahlen
  • Gans aus der Folie nehmen, dann noch 2 Tage in Kälte haltbar
  • Bürzel (Hinterteil) abschneiden und zur Seite legen
  • Innereien und Fett aus der Bauchhöle entfernen
  • Flügel abschneiden: Hautlappen um den Flügel in der Beuge anschneiden, Gelenk überstrecken, einschneiden, drumherum- und abschneiden
  • Hals entfernen: am Halsende bis auf den Wirbel drumherumschneiden, drehen, abschneiden
  • Haut vom Hals abstreifen: von der Schnittkante her
  • Würzen: in die Bauchhöhle Salz und Pfeffer, dann außen damit einreiben (wenn zu trocken-Gans vorher etwas mit Wasser anfeuchten)
  • Beine zusammenbinden: Faden über Rücken kreuzen, über Flügel bis zu den Schenkeln
  • falls die Gans (4,5-5 kg) zu groß ist für den Bräter (40 cm): Schenkel abschneiden: Gelenk mit dem Daumen suchen, einschneiden, herausdrehen und würzen
  • Bräter mit einer Lage Beifuß auslegen
  • Gans mit Brust nach oben hineinlegen
  • Keulen dazulegen oder in den Bauch der Gans stopfen
  • Hals und Flügel teilen und in den Bräter
  • Bürzel aus Hinterteil rausschneiden und weg, den Rest in Bräter
  • Innereien: Leber säubern und extra braten; Herz und Magen säubern und teilen und in den Bräter geben; Magen von der Silberhaut trennen
  • Gans ganz oft mit einer Fleischgabel anstechen
  • so kann die Gans über Nacht in der Kälte liegen

23. Dezember

  • Ofen auf 140 Grad vorheizen
  • Bräter 4cm mit 0,5 bis 1 Liter Hühnerbrühe auffüllen (eher wenig Brühe in Wasser lösen)
  • bei 140 Grad 3 Stunden zugedeckt garen
  • Herd ausschalten und noch 1 Stunde so ziehen lassen
  • Soße in Topf geben und in Kälte stellen, damit sich Fett oben absetzt
  • Gans in Stücke schneiden und auf Blech legen, Haut drüber: zuerst Brust längs in der Mitte trennen und Brustbein rausnehmen, Knochen hinten zerteilen und komplett auslösen (vorsichtig-nicht Knochen splittern)
  • kühl aufbewahren

24. Dezember

  • Blech bei 50-70 Grad in den Ofen schieben und erwärmen
  • 15 min. vor dem Servieren Grill einschalten und alle 5 min. Haut auf Fleischstücken einpinseln mit: Schälchen Soße ohne Fett, 2 TL Honig, 2 Msp. Zimt
  • Soße mit Kartoffelstärke andicken und Bräunung abwarten

nicht vergessen: Klöße und Rotkraut :-)

Heilig Abend 18 Uhr – Frohe Weihnachten und bon appetit!

Das Rezept bebildert:

Verpackung öffnen und am besten gleich hineinschnuppern um zu testen ob die Gans frisch istAls Nächtes werden die Flügel gestutzt, Gelenklappen finden und anschneiden

Geschrieben in Abendgestaltung, Essen | 2 Kommentare

Softeisläden werden einfach überbewertet

Kommt ein wenig Sonne raus lechzt das Volk nach Eis, eh man sich versieht werden alle greifbaren Kinder in der Nähe geschnappt und zum nächsten Eisladen geschleppt, wo sie dann die Schlange am Eisausgabefenster schön lang machen. Unsereins kommt dann vorbei und staunt vor so langen Ansammlungen die es zu vergangen Zeit, bestimmt nie nie nicht gab.

Ein Sonntag der sich mir ins Eisladengedächtnis gräbt

Ist es denn der einzige Eisladen (Klötes Softeis) in der Nähe? Ja -  der Einzigste der gutes Softeis zu produzieren vermag und kein Anderer weit und breit…. Mist! Aber es gab sowieso nur die schnöde Mainstreamvariante Schoko-Vanille … will eh keiner… so zogen wir von dannen und aßen ein richtig Teures in der Innenstadt - zwar kein Softeis - dafür handgemacht vom Italiener und garantiert nicht Mainstream - LaGrotta - auch das beste Eis - spielt aber in einer anderen Liga.

Ich will eine Gute-Eisläden-Mashup und zwar auch als App für das IBrot…

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Stippvisite im Kanal28

Am äußersten Ende des Karl-Heine-Kanals befindet sich das Kanal28 in einer ehemaligen Mörtel und Ziegelfabrik. Im Erdgeschoss hat das Café, in welchem der Charme der alten Fabrikhallen erhalten geblieben ist, seinen Platz gefunden. Unverputzte Wände, dicke Heizungsrohre geben der Lokalität seinem angenehmen Charakter. Immer gut besucht ist, die Beliebtheitsskala besonders in den warmen Monaten sehr hoch. Zeitiges Kommen sichert auch hier die besten Freiluftplätze.

Bei voller Besetzung wird’s laut

Wir waren letztens da als der Frühling noch in den Startlöchern hockte und das Wetter noch nicht zum draußen sitzen einlud. Wir erwischten einen optimaler Abend an dem wir gegen 19.00 Uhr einschneiten und die alten großen Tische sich merklich leerten. Für uns ein Vorteil, weil wir wollten es ruhig haben was in einem vollbesetzten Gastraum schwer möglich gewesen wäre. Das Gemurmel ist durch den unverbauten offene Raum dann doch auf einem hohen Lautstärkepegel. So war’s also nicht, was wir sehr angenehm fanden.

angemessenes gutes Angebot

Die jungen Kellner ließen etwas auf sich warten, aber wir konnten trotzdem unser Bestellung einmal Hähnchenbrustfilet mit Brocoli und Maispolenta und den Frühlingssalat erfolgreich absetzen. Die Preise sind als moderat zu bezeichnen, die Tageskarte hält Gerichte von 4-7Euro einen guten Mix bereit, so dass es für jeden was geben wird.

Das Bestellte kam nett angerichtet, vielleicht etwas zu übermütig mit der Parikapulverdeko am Rand und mit einem lieblos zusammen gestückelten Brotkorb. Geschmacklich zwar keine Meisterleistung, kann man das Essen als angemessen bezeichnen. Meine Polenta war fast geschmacksneutral (muss das so sein?) und der Brocoli einen Tick zu lange im Wasser, dafür das Filet gut gewürzt und absolut in Ordnung. Der Salat war reichlich, für mich gehörten saure Bohnen nicht wirklich zum Frühling, aber meiner Begleiterin hats geschmeckt und das ist ja die Hauptsache.

Durchaus zufrieden gingen wir heim. Wir werden bestimmt wieder kommen, denn die Luupsgutscheine müssen ja auch noch eingelöst werden.

Cafe Kanal 28
Am Kanal 28
04179 Leipzig
Kontakt

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Vöner - vergeigts zum Ersten

In der Zschocherschen gibts einen neuen Junk-Food-Laden auf VegiBasis - den Vöner. Zugegeben ihn solls schon länger geben, denn im Kreuzer wurde schon über ihn geschrieben. Gutes Zeichen denkt man und will mal schnell um die Mittagszeit sich sein eigenes Bild machen… Denkste! Angeschissen! - 12:30 Uhr Mittags geschlossen, was das für’n Mist!

Kopfschütteln bei mir und meiner Begleitung, die Macher scheines nicht nötig zu haben… auch nicht wenn man schon da ist und ein paar Leute am Tresen sitzen, bleibt die Gesellschaft eine geschlossen und wir außen vor der Tür.Ich finde Kunden(an)bindung muss hier noch gelernt werden…

Vöner Schild

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Steak für die bellende Katze in Jena

Normaler Weise sieht mich eine Kneipe/Restaurant nicht gleich wieder, wenn ich beim ersten Mal so ordentlich abserviert wurden bin wie beim Gatto Bello in Jena. Bei dem Versuch hat man uns kurzer hand, da wir ohne Reservierung eines Samtsag Abend dort aufschlugen, rauskolportiert - auch an der Bar wäre kein Platz  - Okay - wer es glaubt. Nungut, dummer Weise hatte ich einen Gutschein für dieses Etablisement und ich “musste” es noch einmal versuchen. Es bot sich bei einer Durchfahrt einfach an in der Mittagszeit dort vorbei zu schnippsen und es noch einmal zu versuchen. Die Vorzeichen stehen gut, Freitag-Mittag dürfte so jede Kneipe Platz haben… so war es auch. Nur mäßig besucht war das Lokal, so dass wir die Qual der Wahl der Platzwahl hatten.

Nichts für jeden Tag

Ein Blick in die Karte und auf Nachfrage bei der etwas zu aufdringlich kumpelhaften aber durchaus netten Bedienung klärte die Sache auf; keine Wochenmittagskarte und Preise um die zehn Euro für ein Mittagsmahl. Da muss man sich schon bewußt für das Gatto Bello entscheiden. Wir wählten jeweils ein argentinisches Rinderhüftsteak, meins gut durch mit Bohnen im Speckmantel und Bratkartoffeln, für meine Begleitung eins Medium mit Pilzen und Fritten - Kartoffelbeilagen mussten extra bezahlt werden….(?) Die Getränke kommen äüßerst durchschnittlich ohne regionalen Bezug daher… etwas schade, dann eben Standard - phhh! Standard genauso wie das Aussehen der Karte, da paßte die anspruchsvoll dekorierte Einrichtung irgendwie nicht - aber besser so als andersrum.

Roh, Medium, gut durch - alles dabei

Wir mussten nicht lange warten das Essen kam nett angerichtet und schmeckte absolut in Ordnung - nicht mehr und nicht weniger. Mein Steak war gut durch, das andere wie bestellt medium, beide kamen in zwei kleineren Teilen, was so nicht störte sondern eher positiv zu bewerten ist. Ein Manko hatte die ganze Sache, das Essen wurde auf kalten Tellern serviert, hier hätte man ruhig das Porzellan anwärmen können, als ich mich meinen Bohnen im Speckmantel widmete, das Steak hatte meine Aufmerksamkeit zu Beginn gefesselt - und so schnell schlinge ich nun wirklich nicht, waren diese bereits sehr kalt… Schade. Meine Begleitung war nicht bis zum Ende zu frieden, denn die etwas dickere zweite Hälfte vom Steak war dann im Zentrum nicht nur medium sondern eher mehr roh… es blieb liegen.

Gut genug für die warmen Tage?

Unterm Strich bleibt zu sagen, das Essen ist solide, die Karte bietet gute Auswahl für jeden Geschmack, eine Linie bzw. besondere Richtung ist nicht zu erkennen; dann eher in die Höhere der Standardgerichte. Durch die Preise bietet sich das Lokal eher für den Ausflug bzw. Urlaub an, für eine jeden-Tag-Speisekarte wirds wohl nicht reichen. Ein Raucherabteil gibts auch und für die warmen Tage ist Terasse für’n Kaffee bestimmt bestens geeignet.

Achja - warum jetzt Gatto Bello - die Frage bleibt offen.

Gatto Bello
Johannisplatz 16
07743 Jena
03641/229322
Webseite

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Eine gute Erfahrung - das Campus Restaurant

Gleich zu Beginn - ohne groß rumzuquatschen - es war gut und empfehlenswert. An dem Essen im Campus Restaurant in der Nähe des Gohliser Schlösschen an der Villa Ida war nichts zu bemängeln. Hingehen!

…und jetzt der Reihe nach; Sonntag - der schon einigen Wochen her ist - ein wenig Besorgungen in der Stadt erledigen und dann irgendwann Hunger. Mittagszeit ist es zwar ganz knapp noch, aber schon in einer kritischen Zeit. Wir schneiten an diesem schönen sonnigen Tag kurz nach zwei in die fast gar nicht besuchte Lokalität. Ein paar wenige Gedecke waren noch vorbereitet, die meisten schon abgeräumt, irgendwie kam ich mir etwas underdressed vor, machte das Campus mit edlem Interieur, Kerzenleuchter und schicker Bar doch einen recht schnieken Eindruck.

Perfekter Empfang

Die Bedienung fragte uns nett wo wir uns setzen wollen und ob wir noch zu Mittag essen, sie fügte hinzu; es wäre kein Problem an einen ungedeckten Tisch Platz zu nehmen, dann würde sie neu eindecken. Sie bat um unsere Jacken und gab uns dafür die Speisekarten - “….”! Hatte ich so auch noch nicht!

Vor unserer Bestellung meldeten wir noch unseren Luups-Gutschein ordnungsgemäß an und waren gespannt.

Angenehmes Ambiente

Das Restaurant ist elegant-schlicht eingerichtet mit einer Skulptur in der Raummitte, große lange Spiegel an den Wänden und hellen bequeme Bänken an den Seitenwänden. Die Sonne strahlte durch eine große Fensterwand die die Terasse vom Gastraum trennte, alles war hell und angenehm. Neben der Skulptur stand ein recht mächtiger Leuchter der uns schwer beeindruckte, untermalt wurde das Ganze mit einer nicht alltäglichen Hintergrundmusik - Knabenchöre waren zu hören und später eine Art Balkanbrass… außergewöhnlich aber irgendwie passend.

Gutes Essen

Wärend der Wartezeit auf unser Essen, wurde uns verschiedenes Baquette brot mit ebenso unterschiedlicher Butter gereicht, welches wir gerne annahmen und staunten - mit Gutschein das normale Komplettprogramm? oha! - Beim Hauptgang spürten wir ebenso kein Mangel, die Gerichte waren bestens zubereitet ohne Schnörkel angerichtet und schmeckten sehr lecker. Mein Lachs in Wirsingmantel - den ich mit Respekt bestellte, denn Wirsing ist eigentlich nicht mein Ding - mundet mir vorzüglich, der Reis hatte eine gute Konsistenz und duftete nicht zu Stark. Der Wirsingmantel meiner Lachsroulade(14,00) kam so zart daher, dass mein Gaumen nur eine Spur Wirsing schmeckte… perfekt für mich. Meine Begleitung hatte die Käsespätzle (6,50), welche ihre Anerkennung fanden, meine eigene spätere Verkostung ergab. zum Vergleich der Erinnerungen an einem Besuch am Bodensee mit Spätzlegelage, keine wesentlichen Unterschiede. Lecker!

Für den Abend mit Anspruch

In der Quintessenz kann ich das Campus nur in den höchsten Tönen loben, wir wurden sehr zuvorkommend behandelt, fühlten uns trotz des Chic’s nicht unwohl, dass wir mit Gutschein (nur ein Essen bezahlten wir) speisten bekamen wir nicht zu spüren. Das Essen wird garantiert einen anspruchsvollem Gaumen gerecht und hatte die richtige Portionsgröße. Das Restaurant selbst ist vom gehobenen Ambiente aber nicht zu posh dass wir uns nicht wieder rein trauen würden. Für einen angenehmen Abend, bei dem man bei der Liebsten etwas Eindruck schinden möchte, aber dabei nicht übers Ziel hinaus schießen wi geradezu perfekt, dazu kommt das es nicht allzu groß ist. Alles in Allem mal eine herausstechend positive Erfahrung mit dem Luups-Gutschein.

Vorspeisen 4-7,50 Euro
Hauptgänge 6,50 - 14,00 Euro

Campus - Restaurant u. Bistro
Schlößchenweg 1
04155 Leipzig
0341 56296-750

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Schöner Frühstücken in der Schaubühne

Nach der Frustkanone Kesselhaus zum Sonntag mussten wir uns umorientieren, die Wahl fiel auf die Schaubühne. Die Große alte Dame an der Karl-Heine-Strasse erschien uns als solide genug uns mit Frühstück zu erfreuen - obwohl ich mir da nicht ganz sicher war - sicherheitshalber wurde noch ein Ausweichquartier erörtert, was aber dann doch nicht notwendig war. Das Café des Westens werden wir eben ein anderes Mal besuchen, dann wohl eher nicht zum Frühstücken (macht erst 16 Uhr am Wochenende auf).

Eine solide Einladung

Die Bühne lachte uns, an diesem verregneten Morgen, mit einem großem Schild: “internationales Frühstück an” - sehr gut - mal kein Brunch, denn die Warscheinlichkeit eine Kneipe Sonntags in der Stadt zu finden, die keinen Brunch anbietet, ist so gut wie aussichtslos. Hier jedenfalls brunchfreie Zone. Das hat man auch mal gerne!

Das Lokal war erstaunlich leer, wir nahmen die wohl besten Plätze des Cafés hinten rechts zwischen Fenster, Wand und Bar ein und wurden sogleich gefragt was es denn sein darf. Der große Milchkaffee erinnert mich immer irgendwie an kurz-nach-Wende-Zeiten, wo die Cafés den Milchkaffee in großen weißen Schalen anboten - hier bekomme ich mein eigenes Dejavú und ganz viel heißen Milchkaffee. Leider war der auch noch bestellte Macchiato lauwarm, das lag wohl daran, dass das Glas nicht wie die Schalen unter einem Tuch auf der Maschine gewärmt wurde - schade.

Frühstück geht hier wunderbar

Auf der Frühstückskarte kann man neben den angebotenen internationalen Standardfrühstücks auch sein Ureignes kreieren, dazu gibts eine Basicvariante mit Brötchen und Croissant (2,50 € glaub ich), so dann wählt man seine Lieblingskomponennten zu je 0,90 € dazu. Man kann auch eines von der Karte wählen, meine Begleitung hatte so ihre Präferenzen und es gab mal wieder den englischen Klassiker mit Bohnen, Bacon, Rührei, Würtschen und Toast - auch lecker. Den Hammer und Glückgriff hatte ich erwischt - das amerikanische Frühstück.

Breakfast Americana

Auf der Karte las sich die Wahl schon sehr oppulent, was dann kam hätte ich nicht gedacht. Zu Beginn ließ man es langsam und underdressed an, ein Paar blaß getoastetet Kastenweißbrotscheiben mit Salat, Wurstbelag und eigenartiger Remouladencremé, dazu eines mit Erdnussbutter und eines mit Ei/Schinkensalat kamen mit dem ersten Teller - okay die Steigerung nach oben war noch drinn - und sie kam. Der zweite Gang war ein tellerfüllendes mit Käse überbackenes Omelette mit viel Paprika (Tomaten hatte ich abbestellt) - schon mal sehr lecker. Damit war ich allerdings schon ziemlich abgefüllt, zum Schluß kam dann noch der Pancake mit viel Ahornsirup in Butter gebacken. Oben drauf lagen ein Paar Toastecken die nochmal in süßer-EI-Milch-Panade gebraten wurden, garniert wurde dies mit Ananasscheiben neben Kiwi’s und Pfirsichen. Boah! Ich war platt und schaffte nicht alles, dafür hatte ich einen Mitesser der sich nicht lange bitten ließ.

Geheimtipp oder Glück gehabt?

Frühstücken im Café Nora Roman der Schaubühne läßt sich allemal. Es ist nicht der kulinarische Oberbrüller aber für einen verregneten Sonntag eine sehr gute Option. Die Teller waren zwar ein bißchen zu uncreativ hergerichtet, die Toast’s etwas zu blaß, aber der Gesamteindurck und die Fülle wetzten die kleine Scharte gut aus. Die verzögerte Kredenzung der drei Teller nacheinander hätte ich mir vielleicht doch eher gleichzeitig gewünscht, da würde ich von jedem Teller gut naschen können und dann wieder von vorn - aber im Prinzip gings auch so. Wunderbar war die Ruhe im Lokal, sehr dezente Musik und angenehm wenig Leute - wenn das jeden Wintersonntag so ist, so wäre es ein Geheimtipp - im Sommer gehts erfahrungsgemäß eher nicht - da ist Terassenzeit.

Nora Roman - Das Café in der Schaubühne

Mo-Fr. : 10.00-01.00 Uhr
Samstag: 14.00-1.00 Uhr
Sonntag:  10.00-1.00 Uhr

Karl-Heine-Str.50 - 04229 Leipzig
Tel. 0341-4846216

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Luups Gutschein Pleite Nr.2 - Kesselhaus

Am Wochenende hatten wir uns auf ein Frühstück im Kesselhaus gefreut, der Gutschein hieß das zweite Frühstück gibt’s frei dazu - also los. Etwas spät, jedenfalls für meine Begleitung - Frühaufsteher - Ihr wisst schon, kamen wir  gegen 10:30 Uhr an.

unbequeme Atmosphäre

Recht leer präsentiere sich uns die Lokalität und auch etwas duster, da es draußen ungemütlich war und die Fenster nicht viel Licht rein ließen. Etwas unentschlossen setzten wir uns erst hier hin da hin - bis wir dann beim dritten Versuch halbwegs zufrieden waren.

Fragen Sie nur - wir lassen Sie ordentlich auflaufen!

Wir kündigten an, mit Luups Gutschein zu speisen, was ohne Kommentar mit einem Nicken entgegengenommen wurde. Etwas verwundert schauten wir drein, als wir mitbekamen das Sonntagsbrunch geboten wurde. Wir fragten nach der Karte, da uns der Brunch (12€) zu teuer erschien, und wollten von ihr unser Frühstück wählen, was wir eindeutig zu erkennen gaben.
Nach dem wir die Karte durch schauten und wiederum verwundert waren, dass kein Frühstück ausgezeichnet war, fragten wir nach. Ja - Frühstück gäbe es nicht mehr von der Karte - die Bedienung hatte sich schon bei unseren Fragen danach gewundert (aber nicht reagiert - wie rücksichtsvoll…phhh!) und ganz klar seit Anfang des Jahres hätte man die Karte umgestellt damit wären die Gutscheine ja völlig sinnlos - aber man könnte ja nix machen, es gäbe aber ja noch das zweite Dessert frei (was für eine schöne Alternative).

Die Kurve wurde nicht genommen - geradeaus ins Verderben

Wir zogen unseren letzten „Strohhalm” und fragten ob es denn dann den zweiten Brunch frei gäbe, die Bedienung meinte nach fragen zu müssen und kam mit einer negativen Antwort zurück - Sonntagmorgen und schon hatten wir ein ordentliches Frustlevel erreicht.

Vielen Dank liebes Kesselhaus - die Chance habt ihr ganz gewaltig vergeigt. Das Lokal stand schon eine Weile auf unsere Liste der zu Besuchenden, aber nun erst einmal gestrichen.

Rettung nahte

Frühstück gab’s dann doch noch für uns, aber in der Schaubühne - dazu dann später.

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Zur Kanzlei - Naumburger Markt

Weilt man in Naumburg und schaut sich das kleine mittelalterliche Städtchen an und verspürt Hunger, kann man so zu fast jeder Tageszeit die zwischen 11 und 17:00 Uhr liegt, in der alten Kanzlei am Markt einkehren. Man findet eine urgemütliche Kneipe vor, die sich mehr als Restaurant und Cafe versteht. Reingehen und Wohlfühlen heißt die Devise, so lang man einen Platz findet.

Angenehmes Innere

Die Lokalität ist nicht auf Mainstream ausgerichtet, so scheint mein erster Eindruck, das Interieur sehr ambient gehalten, meiner Empfindung nach in die Vor-Zwanziger gelegt, was mit den Leuchten und Deckenlampen besonders unterstrichen wurde. Viel Holz und großzügige Platzverteilung. An einer Seite wo bequem 3-4 Mehrsitzertische Platz finden, sind nur zwei Halbroundelle gegenüber der Bar anzufinden, die mit viel rotem Samtpolster zum gemütlichen Zurücklehnen einladen.

Wir waren gegen 14:30 Uhr da und es gelüstete uns nach einem deftigen Mittagsmahl. Die Speisekarte kommt aufgeräumt daher, die Entscheidung viel auf Gulasch halb und halb und einmal Matjes mit (Sonderwunsch) Bratkartoffeln. Bestellt - getan, Getränke kamen, -leider die Zitrone nicht in Handarbeit sondern aus Konzentrat, dafür mit Zucker was mit der Nachbestellung von Honig endete, der auch prompt kam. Service, unter diesen Umständen, also bestens!

Essen prinzipiell gut

Am Essen konnte man nicht wesentlich meckern, allerdings auch keine Oberbesonderheit sondern supergutes Mittelfeld. Es kam erstaunlich schnell an den Platz, der Gulasch schmeckte ganz gut, die Klöße waren erwartungsgemäß hergerichtet, ich vermag die Standardkloßmasse aus dem Großmarkt zu schmecken - vielleicht auch Einbildung - aber die Krumpeln waren drin. Bestens! Leider kam später die leckere Soße des Öfteren vorbei und meinte noch mal guten Tag zu sagen - ein eindrückliches Zeichen - für in meinen Gaumen - Tütensuppe.

Kaffeklatsch olé

Der Matjes kam gut an, was ich nicht selbst einschätzte sondern meine Begleiterin, nur die Braties waren etwas zu schwarz, allerdings schmeckten sie nicht verbrannt, was wiederum eine Überraschung war.

Wenn wir nicht super optimal abgefüllt gewesen wären, hätten wir einen von den hausgemachten Kuchen probiert. Der Mohnkuchen machte einen sehr guten Eindruck so empfiehlt sich die Kanzlei demnach auch zum Kaffeetrinken - wenn man denn einen Platz findet.

Café-Kneipe Kanzlei
Markt 10
06618 Naumburg (Saale)

Telefon: (03445) 20 05 22

Blick vom Marktplatz ausInnenansicht IInnenansicht IIInnenanischt IIIGulasch Halb u. Halb mit Klöseneinmanierter Hering mit Bratkartoffeln

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standardisiert: Chinaimbiss Nikolaistrasse

Schnell zwischen Feierabend und Abendgestaltung in der Stadt was einwerfen, klar - kein Problem FastFoodLäden überall. Auf der Nikolaistrasse reihen sie sich genauso wie anderswo. Meine Wahl des Abends fiel auf das Soup&Nem, seines Zeichen ein Chinese bzw. Asiate.

Überascht?

Gab es den schon immer hier oder fällt der mir erst jetzt auf?

Etwas überraschte mich die sehr moderne und angenehme Inneneinrichtung, sieht mir mehr nach einer Fastfoodkette aus, als ein eigenständiger Laden wie man ihn sonst gewohnt ist.

Mir war nach einer Suppe, da es draußen kalt und ich was heißes im Bauch brauchte. Vier Variationen auf Basis einer (angereicherten) Grundsuppe werden angeboten, alle um die fünf Euro, also eher im oberen Preissegment der angebotenen Speisen gelagert. Ich bestellte Gericht Nummer 16 der Karte.

“Bestellt und wie nicht abgeholt”

Bestellt, Abkassiert und “kleinen Moment bitte” so stand ich vor dem Tresen und wartete. Da nicht viel los war ansich kein Problem, wäre aber auch kein Ding gewesen mir das Essen an den Platz zu bringen - so kennen ich es zumindest von anderen Imbissen dieser Art. Ich wartete gefühlte zehn Minuten, die Bedienung muddelte mit dem Rücken zu mir, an meiner Schale Suppe vor einem großem Topf und reichte mir anschließend das Ganze. Tablett und Löffel nahm ich mir selber, nach ein Paar Stäbchen mußte ich explizit fragen - ja in China essen sie Suppe mit Stäbchen und der Rest wird - wenn gewollt - geschlürft.

Suppe wie gemalt

Nun zu Tisch bitte!
Die Sitzgelegenheiten waren nett arrangiert man konnte sepparat mit Sichtschutz in kleinen Gruppen speisen oder mit Barhocker an erhöhten Tischen. Das Licht war erstaunlich angenehm die Tische modern und sauber.

Meine Suppe sah fast wie auf dem Aushang aus, machte damit einen guten Eindruck war aber geschmacklich nicht der Brüller. Ich bin etwas von den Reisnudeln entäuscht gewesen, die man so in jeder Fertigpackung bekommt, naja der Geschmack der Suppe war ebenfalls in die Richtung anzusiedeln. Für die Preisgruppe etwas zu underdressed meiner Meinung nach.

Guter Standard

Zusammenfassend war’s okay, wenn man nicht viel verlangt - und das kann man ja nicht von Fastfood - dann bekommt man genau das. Der Service könnte etwas freundlicher sein, dafür ist der Laden moderner, sauberer und einladener als z.B. der zum Bahnhof weiter vorne auf der anderen Seite. Alles in allem eine annehmbare Alternative zum Rest der Bande.

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