in 60 (Foto)Schritten zur Weihnachtsgans

Wie macht man seine erste Weihnachtsgans?

Ein kleiner Ratgeber der Leute wie mich und meine Freundin ansprechen soll. Das erste Weihnachten ohne Eltern feiern, Freunde einladen und klassisch Essen. Sozusagen erste Hilfe in Sachen Klassiker Kochen für Jungdreißiger.

Zur Vorbereitung haben wir uns bei unseren Eltern rumgehört und einen Termin zum Zeigen und Probebraten getroffen. Alles wurde dokumentiert und zusammengetragen und hier niedergeschrieben. Eigentlich kann nichts mehr schief gehen.

Zur Vorbereitung:

  • einen Bräter besorgen, 38-42cm je nach Ofengröße, es muss nicht der Teure Gute sein mit Sandwichboden, es reicht ein Einfacher damit die Hitze überall gleichmäßig im Ofen an die Gans ran kann - unser hat ca. 20 Euro gekostet - der ist voll in Ordnung
  • Unser Ofen hat übrigens einen Grill - was für diese Art der Zubereitung notwendig war
  • eine frische Gans beim Lieferanten des Vertrauens bestellen, für vier-sechs Leute reicht eine von 4-5Kilo, wir haben hier eine 4,5 Kilo Gans
  • wenn gekauft dann am Besten gleich mit der Zubereitung beginnen, andernfalls aus der Folie nehmen und max. 2Tage in der Kälte aufbewahren
  • im Übrigen gefrorene Gänse dauern im Ofen viel, viel länger

Da wir uns auf ein Essen für den 24. vorbereiten, gibts hier das Rezept zugeschnitten auf drei Tage, es geht aber auch an zwei oder sportlich an einem Tag.

Zu Beginn der Rezepttext und im Anschluss die Bilder mit Kommentaren in der Bildershow.
Wer übrigens ein Rezept neben dem klassischen mit Beifuß kennt, der kann gerne Hinweise in den Kommentare posten, wir brauchen für die nächsten Jahre gute Anregungen.

Na denn… auf gehts.

Rezept: Weihnachts GANS - ganz klassich mit Beifuss

22. Dezember

  • abholen, anriechen, ganz viel Geld bezahlen
  • Gans aus der Folie nehmen, dann noch 2 Tage in Kälte haltbar
  • Bürzel (Hinterteil) abschneiden und zur Seite legen
  • Innereien und Fett aus der Bauchhöle entfernen
  • Flügel abschneiden: Hautlappen um den Flügel in der Beuge anschneiden, Gelenk überstrecken, einschneiden, drumherum- und abschneiden
  • Hals entfernen: am Halsende bis auf den Wirbel drumherumschneiden, drehen, abschneiden
  • Haut vom Hals abstreifen: von der Schnittkante her
  • Würzen: in die Bauchhöhle Salz und Pfeffer, dann außen damit einreiben (wenn zu trocken-Gans vorher etwas mit Wasser anfeuchten)
  • Beine zusammenbinden: Faden über Rücken kreuzen, über Flügel bis zu den Schenkeln
  • falls die Gans (4,5-5 kg) zu groß ist für den Bräter (40 cm): Schenkel abschneiden: Gelenk mit dem Daumen suchen, einschneiden, herausdrehen und würzen
  • Bräter mit einer Lage Beifuß auslegen
  • Gans mit Brust nach oben hineinlegen
  • Keulen dazulegen oder in den Bauch der Gans stopfen
  • Hals und Flügel teilen und in den Bräter
  • Bürzel aus Hinterteil rausschneiden und weg, den Rest in Bräter
  • Innereien: Leber säubern und extra braten; Herz und Magen säubern und teilen und in den Bräter geben; Magen von der Silberhaut trennen
  • Gans ganz oft mit einer Fleischgabel anstechen
  • so kann die Gans über Nacht in der Kälte liegen

23. Dezember

  • Ofen auf 140 Grad vorheizen
  • Bräter 4cm mit 0,5 bis 1 Liter Hühnerbrühe auffüllen (eher wenig Brühe in Wasser lösen)
  • bei 140 Grad 3 Stunden zugedeckt garen
  • Herd ausschalten und noch 1 Stunde so ziehen lassen
  • Soße in Topf geben und in Kälte stellen, damit sich Fett oben absetzt
  • Gans in Stücke schneiden und auf Blech legen, Haut drüber: zuerst Brust längs in der Mitte trennen und Brustbein rausnehmen, Knochen hinten zerteilen und komplett auslösen (vorsichtig-nicht Knochen splittern)
  • kühl aufbewahren

24. Dezember

  • Blech bei 50-70 Grad in den Ofen schieben und erwärmen
  • 15 min. vor dem Servieren Grill einschalten und alle 5 min. Haut auf Fleischstücken einpinseln mit: Schälchen Soße ohne Fett, 2 TL Honig, 2 Msp. Zimt
  • Soße mit Kartoffelstärke andicken und Bräunung abwarten

nicht vergessen: Klöße und Rotkraut :-)

Heilig Abend 18 Uhr – Frohe Weihnachten und bon appetit!

Das Rezept bebildert:

Verpackung öffnen und am besten gleich hineinschnuppern um zu testen ob die Gans frisch istAls Nächtes werden die Flügel gestutzt, Gelenklappen finden und anschneiden

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Eläkeläiset - Humppa - genial

…braucht man eigentlich nicht viel dazu sagen, wieder mal sehr genial und mitreisend. Verrückte Typen die die Orgeln mit allen Möglichen Körpern und dessen Teilen spielen können. Erstaunlich wie lang ein Bart ein einem Jahr wachsen kann… man vergleiche die Bilder Typ mit Handtuch vom letzten Jahr und von letzte Woche (falls man es erkennen kann). Dieses mal verschonten sie uns nackend auf der Bühne zu stehen… dafür gabs viel Alkohol auch für das Puplikum. Bis zum nächsten Mal!

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Axel Hacke - nur halb Wumbaba

Auf ins Hackeuniversum hieß es gestern für uns, Axel Hacke lud ein und man kam zahlreich. Erstaunlich gut besucht zeigte sich die Schaubühne, obwohl es schon der zweite Tag der Lesung war aber nicht minder erwartungsvoll schien das Publikum.

Wer Hacke kennt, weiß was Ihn geboten wird und man ist deswegen besonders gespannt auf neue und alte Geschichten voller Missverständnisse, Wortspiele und intensiven Beobachtungen und der sich anschließende Schlussfolgerungen. Genau so kam es und noch etwas mehr… begeisternd die Auszüge aus den Wortstoffhof mit der speziellen Leipziger Wortkreation „Fahrgastwunsch“ – eine sehr geniale Geschichte mit Regionalbezug. Abgesehen davon machte es sich Sympathien in dem er sich als Rosenthaljogger „outete“ – obwohl ich mir das nicht so recht vorstellen möchte denn er ist schon etwas gealtert…

Leider bin ich kein Freund seiner Wortverhörungen aus der Weiße-Neger-Wumbaba-Reihe, die ich schon lustig finde, aber eher unter die Kategorie „einfach gestrickt“ ablegen würde. Aus diesem Grund war es nur ein halbes Vergnügen für mich. Alle anderen haben sich bestimmt über den ganzen Abend köstlich amüsiert, trotzdem kann man die aktuellen Lesungen getrost empfehlen… es wird auf alle Fälle ein belustigender Abend. > weitere Lesungen

Geschrieben in Abendgestaltung, Leipzig | Keine Kommentare

Gelesen: Puder von Tor Age Bringsvaerd

Puder hab ich Letztens mal geschwartet, muss sagen - ja kann man sich geben und wenn man einen iPodTouch oder ein iPhone hat, bekommt mann es dann auch kostenlos für 5,99€ was immerhin noch günstiger als bei Amazon ist. Im AppStore kann man am besten danach suchen und runterladen. Ein EBook das den Reader gleich mitbringt - bequemer gehts nimmer.

Ich könnt jetzt was zum Inhalt sagen, bin aber etwas faul - jedenfalls es spielt in der Zukunft, Themen wie “Wer bin ich?”, “Was bin ich?” und “Wieviele bin ich?” bis zu “Von wem werde ich gesteuert?” und “Was hat das Individuum für eine Bedeutung in der sozialen Gesellschafft?” lassen sich gut darin finden. Die Fragen werden nicht als solches behandelt, sondern sind schön im Text verarbeitet… wenn man sie nicht sehen will - auch gut, dann hat man auf alle Fälle gute Unterhaltung und schönes Kopfkino - sowieso. Lesen!

Zum Inhalt und Autor dann hier, hier und hier.

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Meyer fährt Schwarz(Taxi)

Der Herr Meyer - seines Zeichen Leipziger Buchautor - lässt sich neuerdings des nächtens durch Leipzig kutschieren. Er versucht eine andere Art von Theaterkonsum zu rekonstruieren und zwar aus dem Fond eines schwarzen Taxis. Prinzipiell scheint es etwas irritierend zu sein an verschiedene Schauplätze gegondelt zu werden und die Handlung der Geschichte aus der voyeuristischen Perspektive eines Mitfahrers, Zuhörers am Radio, aus dem Autoherausschauender mitzuerleben - aber auch wohl nicht ganz uninteressant.

Lücken in der Erinnerung

Unglücklicherweise schein Meyer Lücken der Erinnerung zu haben, zum Einen kann es daran liegen, dass es nicht besonders interessant war und er eingeschlafen ist oder er möchte keinem auf die Füße - der Qualität wegen - treten. Beide Varianten sprechen eher gegen einem Besuch des Stückes, der Stand des Kartenverkaufs - bis Ende März gibt’s keine Karten mehr - spricht dagegen.

Leider können wir es aus Meyers Aufzeichnungen nichts weiter entnehmen, da hilft nur eins sich selbst überzeugen -und auch wenn ich mir ins eigene Fleisch schneide (würde mal hingehen) - die nächsten Karten gibt’s im Vorverkauf ab 5.3. zu kaufen (je 16€). Jedenfalls für eine 1,5 stündige Stadtrundfahrt im luxuriösen Taxi, ist das schon mal ein günstiger Preis.

Wir werden sehen, demnächts hier….

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Tanzbein schwingen! Nächste Woche Baikaltrain!

Der Titel des Post sagt schon alles, es ist wieder Zeit das Ränzlein zu packen und den Zug gen Osten zu besteigen. Tanzen! Tanzen! Tanzen! Der Baikaltrain mit der Taigatrommel als Zugmaschine hält wieder im UT, seid pünktlich am 14.2. 20.00 Uhr an der Bahnsteigkante… Leider kann ich nicht dabei sein - wie bitter - ist doch ein Aufenthalt in Jena geplant. Das Barcamp Wordcamp ruft schließlich schon seit geraumer Zeit - zu schade diese Doppelbelegung in meinem Kalender!

Okay die Träne wird bei mir nicht soooo  groß sein denn diese mal ist keine Band an Board, sondern es wird “nur” ein russisches Märchen gezeigt. Anbei ein Auszug aus der Newlsettermessage:

…Angefeuert mit fettem Balkan-Beat, wilden Gypsy-Sounds, heißem Russen-Ska und abgehendem Kosaken-Punk bahnt sich unser heißer Partyzug seinen Weg durch die klirrende Kälte, bringt die Stimmung zum kochen und vereint alle zum gemeinsamen Tanzexzess.
Um die Wette mit Baba Jaga und verzaubert von der Schneekönigin geht es zusammen mit Brüderchen Iwanuschka und der hübschen Snegurotschka immer weiter durch den funkelnden Winterwald!
Die Hände in die Luft, die Tanzbeine gen Osten – Nastrovje! Der Baikaltrain ist nicht mehr zu bremsen!…

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IlsesErike Police/Sting Coverabend

Die Erwartungen waren hoch angesetzt, was sie besser hätten nicht sein sollen… Letzten Samstag waren wir dort um uns ein paar Covers um die Ohren werfen zu lassen. Neben kleinen Leuchten und schrecklichen Abgründen gabs auch Alles zwischendrinn zu hören. Nach den ersten Songs hatten wir auch unsere Eingangserwartungen angepaßt und so wurde es ein vergnüglicher Abend, der für meine Begleiterin etwas zu spät anfing (wg. Kino im Obergeschoß darf erst danach geschrabbelt werden).

Für meine Begriffe war der Eintritt etwas zu unverschämt hoch angesetzt (zumal die gebotene Qualität wegen der selben, eher (wohlwollend) der Richtung Satire zuzuordnen wäre). War der Freitag etwa der bessere Termin? Who knows?

Im Prinzip beschleicht mich langsam das Gefühl, dass die Qualität der IlsesErika-Eigenproduktionen im Gegensatz zu den ambitionierten Anfängen vor Jahren stark nachläßt… oder meine Erinnerungen trügen mich und lassen in der Nachbetrachtung nur die guten Erlebnisse durch.

Naja beim nächsten Mal überlegen wir etwas tiefgründiger ob es sich im Gesamten lohnt.

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