Das Thema der Verkehrs- bzw. Parkplkatzituation in Schleußig ist nicht nur dort prekär auch wenn sich die Berichterstattung hauptsächlich darauf bezieht. In anderen Stadtteilen sieht es ebenso düster aus. Aus der stötteritzer Sicht kann ich meinen Unmut ebenso kundtun und mancher in anderen Stadtgebieten könnte ebenfalls einstimmen.
In Stötteritz gibt es an vielen Stellen ein ähnliches Szenario, wie hier berichtet und hier reagiert, wenn nicht in dieser extremen Ausprägung. Entlang der Holzhäuser Strasse werden die Gehwege teilweise ebenso zugeparkt. Parkplätze entlang der Seitenstraße gibt es nicht für alle und die Situation wird sich mit weiteren Sanierung von Häusern und den Einzug neuer Familien immer mehr verschlechtern.
Freiflächen zum Parken werden gesperrt
Die Stadt fördert den Mangel an Stellflächen noch selbst, in dem sie brachliegende Baulücken und Plätze absperrt damit dort nicht mehr geparkt wird. Unlängst sind an besagter Holzhäuser dadurch ca.35 Parkplätze abhanden gekommen, zusätzlich sind fünf Mehrfamilienhäuser in dieser Zeit fertig saniert und entsprechend bezogen wurden. Die Fahrzeuge derer und der verlorenen Stellflächen dürfen sich jetzt auf den umliegenden Strassen und Gehwegen verteilen.
Dass das Ordnungsamt regelmäßig Knöllchen verteilt bevor die arbeitende Bevölkerung sich morgens auf den Weg macht, ist bitter aber muss hingenommen werden da Parkplätze nicht vorhanden sind. In Schleußig muss man wenigstens nicht mehr die Knöllchen fürchten, hier schon.
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind unattraktiv und teuer
Ich selbst arbeite 40km Arbeitsweg entfernt und wähle das Auto was mir missfällt aber finanziell und zeitlich im Gegensatz zu S-Bahn immer noch günstiger ist.
Die Preise im MDV sind nicht günstig, Zeitkarten für Personen die z.B. nur 4Tage in der Woche fahren müssen, unattraktiv. Dazu kommt; die Züge fahren zeitlich ungünstig bzw. man muss Umstiegszeiten in Kauf nehmen. Für mich als junger Familiemvater sind die 30min die ich pro Weg weniger Zeit benötige bei 8h Arbeitszeit+Pause und 45min Fahrtweg von Tür zu Tür viel Wert, dass ich finanziell draufzahle bei der Fahrt mit den Öffentlichen kommt noch dazu.
Mit dem Auto in die Stadt ist es günstiger als mit der Bahn
Die Verkehrspolitik ist zum heulen, die Preise der LVB werden wieder erhöht und wenn ich mit meiner Familie und Kinderwagen in die Stadt fahren will, komme ich mit Sprit für Auto und Parkgebühr in der Innenstadt immer noch günstiger und mit weniger Stress, in kürzerer Zeit ans Ziel, als mit der Bahn.
Jetzt dürfen wir in Zunkunft die Fahrkarten nich mehr beim Fahrer kaufen, d.h. die Bushaltestelle vor der Tür oder die Bahnhaltestelle in 600m Laufweite die Tags über wenigstens aller 20min bedient wird, kann ich für ungeplante Fahrten nicht nutzen, man muss zur nächstgelegenen Haltestelle mit Automaten.
Wer sich das und die Verkehrspolitik ausgedacht hat lebt und plant völlig am Normalbürger vorbei, hat höchstwahrscheinlich keine Familie und keine Wohnung im Mehrfamilienhaus und muss nicht um gut zu verdienen außerhalb von Leipzig arbeiten.
Im Grunde dachte ich mal, dass Leipzig eine lebenswerte und familienfreundliche Stadt ist, da hatte ich aber noch kein Kind und keine Familie und musste nur mich selbst ernähren.
Was bleibt ist die düstere Vorahnung, dass es nicht besser wird und die Parkplätze immer weniger.


